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Aufstieg des Populismus : Kein Zurück zum Status quo ante

Rechtspopulisten unter sich: Gerolf Annemans (v.l., Europa der Nationen und der Freiheit), Marine Le Pen (Rassemblement National), Geert Wilders (Partei für die Freiheit in den Niederlanden) und Tomio Okamura (Freiheit und direkte Demokratie). Bild: dpa

Weil für die meisten Wähler populistischer Parteien nicht so entscheidend ist, wofür diese stehen, sondern wogegen sie sind, sollte man ihnen aufs Maul schauen – aber nicht nach dem Mund reden.

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          Mag auf der linken Seite des politischen Spektrums ob des tiefen Falls der österreichischen Rechtspopulisten Schadenfreude, ja hämische Verachtung überwiegen, so wäre für die liberal-konservative Mitte in Europa nichts gefährlicher als das. Denn nicht nur in Österreich, in nahezu allen Ländern von Ungarn bis Frankreich und von Italien und Polen bis Deutschland ging der Niedergang des traditionellen (Volks-)Parteien-Systems dem Aufstieg der Populisten voraus.

          Diese Entwicklung, die sich am treffendsten als Repräsentationskrise des klassischen Liberalismus beschreiben lässt, ist – wie auch der Zustand der amerikanischen Gesellschaft zeigt – wohl kaum an ihrem Endpunkt angelangt.

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