AfD :
Auf dem Salzmarsch nach Brüssel

Von Justus Bender, Frankfurt
Lesezeit: 5 Min.
Der AfD-Kandidat Hans-Olaf Henkel während seiner Rede in Frankfurt; die junge Frau vor dem Pult war während der Demonstration gegen ihn verletzt worden
Die Liste der Sabotageakte gegen AfD-Mitglieder und ihre Büros ist lang. Doch manche in der AfD können in den Anfeindungen durch Linksextreme auch einen Vorteil sehen.

Manchmal kann nur Mahatma Gandhi helfen, im Schlechten noch das Gute zu sehen. Das Schlechte sind am vergangenen Freitag die rund 250 Blockupy-Aktivisten, die den AfD-Europakandidaten Hans-Olaf Henkel in der Frankfurter Innenstadt mit Farbbeuteln und Eiern bewerfen. Als ein Wurfgeschoss – farbiger Staub in Zeitungspapier – den Kopf eines AfD-Mitglieds trifft, steht Henkel ungünstig in dessen Windschatten. Er verschwindet in einer Wolke aus rosarotem Pulver, sein Gesicht, seine Brille und sein Hemdkragen werden eingefärbt. Der Wind weht ihm Konfetti in die Haare. Am Hals hat Henkel einen roten Fleck, der ihm Schmerzen bereitet, jemand hat mit großer Wucht ein Ei nach ihm geworfen. Es schlug gegen seine Halsschlagader und zerbrach am Boden.

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