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Fremde Federn : Europas Verantwortung für sichere Seewege

  • -Aktualisiert am

Schiffe sind nahe Tibat (Oman) am Ende der Straße von Hormuz zu sehen (Archivbild). Bild: dpa

Die Krise in der Straße von Hormuz zeigt: Wir können uns nicht auf dem militärischen Engagement der Amerikaner ausruhen, sondern müssen die internationale Ordnung selbst erhalten und mitgestalten.

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          Deutschland und die Vereinigten Staaten sind in diesen Tagen häufig unterschiedlicher Ansicht. Ob es um Einfuhrzölle oder den deutschen Nato-Beitrag geht: Die Spannungen zwischen Berlin und Washington sind deutlich zu spüren. Und wenn der amerikanische Botschafter Richard Grenell nun angesichts der iranischen Beschlagnahmung eines britischen Tankers daran erinnert, dass Deutschland seine globale Verantwortung wahrnehmen muss, kann man ihm nur zustimmen. Wir können uns nicht auf dem militärischen Engagement der Amerikaner ausruhen, sondern müssen die internationale Ordnung selbst erhalten und mitgestalten.

          Diese Erkenntnis muss und darf im Fall des Konflikts mit Iran aber nicht zwangsläufig dazu führen, dass Deutschland den Vereinigten Staaten bedingungslos folgt. Unser Land hat gemeinsam mit allen europäischen Partnern die Aufkündigung des Atomabkommens mit den Vereinigten Staaten von Anfang an kritisiert. Vor allem weil sich Iran an alle Verpflichtungen aus dem Atomabkommen gehalten hatte, haben wir Europäer die amerikanische Politik des „maximalen Drucks“ gegen Iran für keinen erfolgversprechenden Weg gehalten. Die Europäer haben davor gewarnt, dass die einseitige Kündigung des Abkommens durch die Vereinigten Staaten zur Eskalation neuer Konflikte in der Region führen kann. Leider haben sich diese Sorgen als berechtigt erwiesen.

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