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Traian Basescu : Ort von enormer Symbolkraft

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In Berlin feiert die EU am Sonntag fünfzig Jahre gemeinsamen Handelns zur Verwirklichung gemeinsamer Ideale - fünfzig Jahre, in denen Versöhnung und Solidarität schließlich über Krieg und Totalitarismus gesiegt haben.

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          In Berlin feiert die EU am Sonntag fünfzig Jahre gemeinsamen Handelns zur Verwirklichung gemeinsamer Ideale - fünfzig Jahre, in denen Versöhnung und Solidarität schließlich über Krieg und Totalitarismus gesiegt haben. Die Römischen Verträge von 1957 stehen am Anfang des Erfolgsprojekts Europäische Union, eines Projekts, das die Menschen bis zum heutigen Tag anzieht und inspiriert. Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Union mehrfach erweitert, und doch hat sie dabei die Werte und Prinzipien ihrer Gründung bewahrt: den Respekt für Freiheit und Demokratie, Gleichheit, Solidarität, Vielfalt und Toleranz.

          Kein anderer Ort wäre besser geeignet, Schauplatz der Jubiläumsfeier zu sein, als Berlin, von dem eine so enorme symbolische Kraft ausgeht. Für die Staaten Zentral- und Osteuropas wird Berlin immer das Symbol für den Mut sein, den Lauf der Geschichte zu ändern und Frieden, Sicherheit und Wohlstand zu erkämpfen. Für die Union insgesamt ist Berlin das Symbol der Wiedervereinigung.

          Die 27 Mitgliedstaaten müssen nun das europäische Projekt vorantreiben. In einer Welt, in der die Globalisierung in vollem Gange ist, muss die EU effizienter und stärker werden, weil die Globalisierung sowohl Chancen als auch Herausforderungen für uns alle mit sich bringt. Die Fähigkeit der Union, mit beidem umzugehen, hängt von einer ausgeglichenen Kombination der Ergebnisse der gemeinsamen Politik ebenso ab wie von dem Beitrag, den die einzelnen Mitgliedstaaten leisten. Durch ihre Traditionen, Kulturen und Institutionen und durch die Vielfalt des Kontinents stärken sie die europäische Identität.

          Das Treffen der EU im März hat bewiesen, dass die EU den Willen und die Fähigkeit hat, die neuen Herausforderungen zu meistern. Die Globalisierung bietet große Chancen, aber stellt uns alle auch vor enorme Herausforderungen. Was Energie und Klimawandel betrifft, so hat Europa dank der energischen Führung der deutschen Ratspräsidentschaft jüngst einmal mehr gezeigt, dass es entschlossen ist, Fortschritte zu erzielen und den Weg zu weisen. Was Europas Wettbewerbsfähigkeit anbelangt, so ist sicherlich noch einiges zu tun, um den neuen Wettbewerbern Paroli zu bieten. Anstrengungen, die im Rahmen der Lissabon-Strategie unternommen wurden, beginnen jetzt Früchte zu tragen.

          Der Beitritt Rumäniens zur EU war Ausdruck unseres freien Willens, und ein solcher ist auch unser tief empfundener Wunsch nach vertiefter Integration. In der Union sehen die Rumänen den greifbaren Beweis für ein verwirklichtes Ideal - das Ideal des Friedens zwischen den Nationen unseres Kontinents, der die Grundlage für die Stärkung von Demokratie und Stabilität war. Die Rumänen sehen in der EU zudem ein Vorbild für eine Zusammenarbeit, die das Leben eines jeden Bürgers bereichert - ich habe keinen Zweifel daran, dass sie damit recht haben.

          Präsident von Rumänien

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