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Nach „Schlitzaugen“-Rede : Juncker verpasst Oettinger einen Maulkorb

  • Aktualisiert am

Oettinger und Juncker (im November 2014) Bild: dpa

Nach abfälligen Bemerkungen über Chinesen und die Homoehe musste Günther Oettinger viel Kritik einstecken. Nun fordert Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Der EU-Kommissar solle sich nur zu Themen aus seinem Zuständigkeitsbereich äußern.

          EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verpasst seinem deutschen Kommissar Günther Oettinger nach dessen „Schlitzaugen“-Affäre einen Maulkorb. In einem Interview der belgischen Tageszeitung „Le Soir“ machte Juncker deutlich, dass er Oettinger aufgefordert habe, sich künftig nur noch zu Themen zu äußern, die etwas mit dessen Aufgabenbereich zu tun haben.

          „Die Kommissare sollten sich bei öffentlichen Äußerungen darauf beschränken, Probleme anzusprechen, die etwas mit ihrem Portfolio zu tun haben, statt gewagten Eingebungen zu folgen“, sagte Juncker. Dies habe er gegenüber Oettinger klargestellt.

          Oettinger, der in der EU-Kommission aktuell für den Bereich digitale Wirtschaft zuständig ist, hatte in einer Rede in Hamburg unter anderem Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnet, von einer „Pflicht-Homoehe“ gesprochen und missverständliche Äußerungen zur Frauenquote gemacht (ein Video der Rede gibt es hier).

          Daraufhin sah er sich tagelang mit scharfer Kritik und Rücktrittsforderungen konfrontiert. Zu einer Entschuldigung kam es erst, nachdem es am Mittwoch ein Krisengespräch mit Juncker gegeben hatte.

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