https://www.faz.net/-gpf-8leik

Kommentar : Ergebnisse zählen

Vielleicht war die Gefahr des Auseinanderbrechens der EU niemals so groß wie heute. Was also tun?

          1 Min.

          Mit wie vielen Krisen kann ein politisches System gleichzeitig fertig werden, bevor es kollabiert? Die Frage stellt sich der EU mit banger Dringlichkeit. Schulden, Jugendarbeitslosigkeit, Flüchtlinge, Terror, Tohuwabohu in der Nachbarschaft, Nationalismus, Akzeptanzschwund und jetzt noch Brexit – man kommt beim Aufzählen ganz außer Atem.

          Nein, die Lage der Union ist nicht kommod, das gesteht selbst der Kommissionspräsident Juncker ein. Vielleicht war die Gefahr des Auseinanderbrechens tatsächlich niemals so groß wie heute. Was also tun? Junckers Vorschläge reichen von einem so gewaltigen Investitionsprogramm, dass man schon fest im Glauben sein muss, um Verschwendung auszuschließen, bis zu verstärkter militärischer Zusammenarbeit.

          Wahr ist: Es gibt nicht das eine Antikrisenrezept. Aber es gibt Voraussetzungen: Die EU-Institutionen könnten auf Machtanmaßung verzichten, die Mitgliedstaaten auf Sabotage und das Dämonisieren von Brüssel (und von Berlin). Alle zusammen könnten Regeln einhalten und verwirklichen, worauf man sich geeinigt hat. Am Ende zählen nur Ergebnisse.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

          Weitere Themen

          Laschets Kampf geht weiter

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“ Video-Seite öffnen

          Stimmung bei der CDU : „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“

          Trotz des schlechten Ergebnisses der Union wirkte Armin Laschet bei seinem Auftritt im Konrad-Adenauer-Haus entschlossen, eine Koalition zu bilden. Der Leiter des F.A.Z.-Hauptstadtbüros, Eckart Lohse, berichtet über den Abend in der Parteizentrale der CDU.

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.