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AfD im Europaparlament : Viel Spaß mit den Deutschland-Kritikern!

  • -Aktualisiert am

Die AfD wird im EU-Parlament eine gemeinsame Fraktion mit den britischen Tories bilden. Was zunächst unbedeutend scheint, hat größere Konsequenzen.

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          Die sieben Abgeordneten der „Alternative für Deutschland“ werden im Europaparlament nicht unter sich bleiben müssen. Die von britischen und polnischen Europa-Skeptikern bestimmte Fraktion der Konservativen und Reformisten (EKR) hat sie aufgenommen und damit davor gerettet, mit den Rechtspopulisten oder Rechtsextremen im EP in einen Topf geworfen zu werden.

          Hinter dem im Grunde unbedeutenden Ereignis verbergen sich aber größere Konsequenzen, vor allem für das Verhältnis zwischen dem britischen Premierminister Cameron und Kanzlerin Merkel. Denn in dem Streit über den nächsten Kommissionspräsidenten, also über die Personalie Juncker, spielte auch die Frage eine Rolle, ob die AfD im Europaparlament isoliert bleiben oder durch das Bündnis mit den britischen Konservativen hoffähig gemacht würde.

          Wollten oder konnten die 19 Tories in der 55 Köpfe starken Fraktion die Aufnahme nicht verhindern? Die AfD wird nach der ersten Freude spüren, dass sie nicht nur mit Euro-, sondern auch mit nationalistischen Deutschland-Kritikern in einer Fraktion sitzt.

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