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25 Jahre „samtene Revolution“ : Gauck erinnert in Prag an Proteste vor 25 Jahren

  • Aktualisiert am

Die Präsidenten Janso Ader (Ungarn), Andrej Kiska (Slowakei) Bronislaw Komorowski (Polen), Joachim Gauck und Milos Zeman (Tschechische Republik) an diesem Montag in der Prager Burg Bild: dpa

Die Ukraine-Krise wirft auch in Prag Schatten auf die Feierlichkeiten. Demonstranten gegen Präsident Zeman kritisieren seine russland-freundliche Haltung. Bundespräsident Gauck mahnt zu mehr Geschichtsbewusstsein.

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          Gemeinsam mit vier Staatschefs aus Mittel- und Osteuropa hat Bundespräsident Joachim Gauck in Prag der friedlichen Revolution in Mittel- und Osteuropa vor 25 Jahren gedacht. Auf der Prager Burg traf Gauck am Montag die Präsidenten der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarns und Polens.

          Die fünf Staatsoberhäupter erinnerten gemeinsam an die Studentenproteste vom 17. November 1989, deren brutale Niederschlagung zum Zündfunken weiterer Massenproteste wurde. Das kommunistische Regime brach wenig später zusammen, der Bürgerrechtler und Dramatiker Vaclav Havel wurde neuer Präsident der damaligen Tschechoslowakei.

          Mehrere Tausend Demonstranten protestierten am Rande der Feiern gegen die russland-freundliche Haltung des tschechischen Präsidenten Milos Zeman. Zeman hatte unlängst die kremlkritische Punkband Pussy Riot als „pornografische Gruppe“ beschimpft und die langjährige Inhaftierung des Putin-Gegners und Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski verteidigt.

          Zum Abschluss des Besuchs in Prag war ein Treffen Gaucks mit Studenten der Karls-Universität geplant. Das gemeinsame Erinnern an die friedlichen Revolutionen in Mitteleuropa hatte die fünf Präsidenten seit Juni nach Warschau, Budapest, Leipzig und am Sonntag nach Bratislava geführt. Dort hatte auch der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko an den Feiern teilgenommen.

          An der slowakisch-österreichischen Grenze gedachte Gauck am Vormittag der gescheiterten Fluchtversuche von Ost nach West während der kommunistischen Herrschaft. Am „Tor der Freiheit“ an der Donau legte er gemeinsam mit den Präsidenten der Slowakei, Ungarns und Polens am Montag einen Kranz nieder.

          Dabei sagte er: „Menschen, die heute verstehen wollen, was Europa ist, müssen wissen, woher wir kommen.“ Europa müsse sich „in Zeiten, in denen Frieden nicht mehr selbstverständlich ist,“ an seine Werte erinnern. Rund 400 Menschen waren bei Fluchtversuchen aus der damaligen Tschechoslowakei ums Leben gekommen.

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