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Ivan Gasparovic : Wir haben die Chance genutzt

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Die Unterzeichnung der Römischen Verträge und der nachfolgende Vereinigungsprozess der europäischen Länder zur Europäischen Union sind eine natürliche Entwicklung auf Grund der geschichtlichen Erfahrungen der Europäer.

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          Die Unterzeichnung der Römischen Verträge und der nachfolgende Vereinigungsprozess der europäischen Länder zur Europäischen Union sind eine natürliche Entwicklung auf Grund der geschichtlichen Erfahrungen der Europäer. Dieser Akt wurde zum Initiator der Ereignisse, die für das gesamte Europa sowie für die ganze Welt mit Hinsicht auf die Auswirkungen von größter Bedeutung sind, auf die die Vertragssignatare im Augenblick der Vertragsunterzeichnung möglicherweise gar nicht gehofft hatten.

          Heute, im Jahr 2007, hat die EU 27 Mitgliedstaaten. Es ist ein Block der Länder, die trotz ihrer Verschiedenheiten - was Sprache, Kultur und Geschichte anbelangt - in der Lage sind, einen gemeinsamen Weg zu finden, um ihre Ziele durchzusetzen, die Europa und der Welt Frieden und eine bessere Zukunft bringen sollen. Es sind souveräne und eigenständige Staaten mit reichhaltiger Mannigfaltigkeit, die die Prinzipien des Zusammenlebens freiwillig akzeptiert und eine gemeinsame Wertebasis haben.

          Wir können ehrlicherweise zugeben, dass unser Zusammenleben nicht immer ein Spaziergang durch den Rosengarten ist. Es gibt Probleme, unterschiedliche Ansichten und Perspektiven. In der Diskussion und im Bemühen um Einvernehmen - nicht mit Waffen und Gewalt - werden Lösungen gefunden. Schon für diesen "Bonus" lohnt es sich über alle Maßen, das EU-Projekt zu unterstützen.

          Die Slowakei hat einen anspruchsvollen Zeitabschnitt hinter sich; man kann sagen, dass der Schwerpunkt eindeutig in den Bestrebungen lag, der EU beizutreten. Die europäische Integration betrachten wir nämlich als eine Garantie der Sicherheit, der politischen und der wirtschaftlichen Stabilität sowie der Prosperität. Unsere Mitgliedschaft in der Europäischen Union hat den Investitionszufluss und die Produktivität der Wirtschaft bedeutend beeinflusst. Und sie hat das Vertrauen in unser Land gemehrt. Die Mitgliedschaft stellt ein "Qualitätszeichen" dar, welches uns geholfen hat, uns weiterzuentwickeln und wirtschaftlich zu wachsen. Dadurch helfen wir nicht nur uns selbst, sondern auch anderen EU-Ländern. Je stärker wir werden, desto weniger werden wir von der Union in Anspruch nehmen und desto mehr können wir beitragen.

          Die Slowakei hat bewiesen, dass sie ein verlässlicher Partner ist; und ich bin überzeugt, dass unsere Entwicklung alle diejenigen angenehm überrascht hat, welche die Fähigkeit der Slowakei, eigenständig zu handeln und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, in Zweifel gezogen hatten. Wir engagieren uns in der Westbalkan-Frage und tragen zur Stärkung der Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union bei. Wir lassen die Beitrittsaspiranten und die neuen Mitgliedstaaten an unseren Erfahrungen während der nicht leichten Anfangszeit teilhaben; wir setzen unsere Verpflichtungen, die sich aus den Politiken der Union ergeben, um. Es gibt sogar Gebiete, in denen wir den Beitrittsländern und sogar den sturmerprobten und erfahrenen langjährigen EU-Mitgliedern als Beispiel dienen können.

          Vor ein paar Jahren hat uns die Europäische Union eine Chance gegeben, in Frieden und in Prosperität zu leben. Die Slowakei hat dieses Angebot angenommen, und aus der Chance ist Wirklichkeit geworden. Wir sind dafür sehr dankbar; wir werden unser Möglichstes tun, damit das positive Ansehen der Europäischen Union weiter gemehrt wird.

          Präsident der Slowakischen Republik

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