EU-Museum :
Stolz und Scham

Von Nikolas Busse, Brüssel
Lesezeit: 3 Min.
Das Eastman-Gebäude in Brüssel, das zum Museum werden soll
Die EU bekommt in Brüssel ein Haus der Geschichte - nach einer Idee des ehemaligen Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering. Das Museum soll sich nicht den Säulenheiligen Europas, sondern dem „täglichen Leben der Menschen“ widmen.

In Zeiten, in denen viele Bürger an der Zukunft der EU zweifeln, versucht das Europaparlament, sich zumindest der Vergangenheit zu vergewissern. Der Haushaltsausschuss hat im Dezember die erste Tranche für ein „Haus der Europäischen Geschichte“ freigegeben, Ende dieses Jahres sollen die Bauarbeiten in Brüssel beginnen. „Wir schauen auf die EU meist aus der Perspektive des Tages und vergessen den weiten Weg, den wir gegangen sind“, sagte der Europaabgeordnete Hans-Gert Pöttering, als er am Mittwoch den Stand des Projekts darlegte. Es solle ein Ort entstehen, an dem gerade junge Menschen lernen könnten, dass nach Kriegen, Holocaust, Stalinismus und Totalitarismus die Gegenwart nicht naturgegeben sei. „Wenn wir nicht in den Mittelpunkt stellen, was uns verbindet, dann wird die EU großen, großen Schaden nehmen.“

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