EU-Museum : Stolz und Scham
In Zeiten, in denen viele Bürger an der Zukunft der EU zweifeln, versucht das Europaparlament, sich zumindest der Vergangenheit zu vergewissern. Der Haushaltsausschuss hat im Dezember die erste Tranche für ein „Haus der Europäischen Geschichte“ freigegeben, Ende dieses Jahres sollen die Bauarbeiten in Brüssel beginnen. „Wir schauen auf die EU meist aus der Perspektive des Tages und vergessen den weiten Weg, den wir gegangen sind“, sagte der Europaabgeordnete Hans-Gert Pöttering, als er am Mittwoch den Stand des Projekts darlegte. Es solle ein Ort entstehen, an dem gerade junge Menschen lernen könnten, dass nach Kriegen, Holocaust, Stalinismus und Totalitarismus die Gegenwart nicht naturgegeben sei. „Wenn wir nicht in den Mittelpunkt stellen, was uns verbindet, dann wird die EU großen, großen Schaden nehmen.“

