Neue Allensbach-Analyse :
Das Vertrauen in die EU wächst

Von Thomas Petersen
Lesezeit: 6 Min.
Trotz aller Skepsis scheint den Deutschen die europäische Einigung wichtiger zu werden
Uneingeschränkt begeistert für „Europa“ sind die Deutschen nicht. Aber einfach nur schlecht finden sie es auch nicht. Und diejenigen, die die D-Mark wieder haben wollen, werden weniger.

Der beginnende Bundestagswahlkampf könnte der erste in der Geschichte der Bundesrepublik sein, bei dem das Thema Europa eine größere Rolle spielt. Zwar war die europäische Einigung von Anfang an ein wichtiges Anliegen der Bundesregierungen und auch weiter Teile der Bevölkerung, doch die großen Integrationsschritte fanden entweder in der Mitte der deutschen Legislaturperioden statt oder wurden von anderen politischen Themen überlagert: Die Gründung der Montanunion erfolgte 1951, zwei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl. Die römischen Verträge wurden zwar im Wahljahr 1957 unterzeichnet, doch diese Wahl stand ganz unter dem Eindruck der von Adenauer durchgesetzten Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion.

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