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Eurocopter der Bundeswehr : Pilotin stirbt bei Hubschrauber-Absturz in Niedersachsen

  • Aktualisiert am

Ein Hubschrauber der Bundeswehr bei Löscharbeiten beim Moorbrand in der Nähe von Vechta im April 2019 Bild: dpa

Neuer Unfall mit einem Luftfahrzeug der Bundeswehr. Nach zwei Eurofightern trifft es nun einen Hubschrauber des Typs Eurocopter EC 135. Für die Pilotin kommt jede Hilfe zu spät.

          Ein Hubschrauber der Bundeswehr ist am Montag im niedersächsischen Aerzen abgestürzt. Die Maschine vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14.00 Uhr bei Dehmkerbrock, rund 30 Kilometer westlich von Hameln, verunglückt, sagte ein Bundeswehrsprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es seien zwei Menschen an Bord gewesen. Ein Soldat habe verletzt überlebt und liege im Krankenhaus. „Aber wir haben die Soldatin verloren, sie hat den Absturz nicht überlebt“, sagte die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Beide Soldaten seien erfahren und ausgebildet auf diesem Hubschraubertypus. „Die Absturzursache ist bisher vollkommen unklar“, sagte von der Leyen.

          Die Verteidigungsministerin sprach den Hinterbliebenen der getöteten Pilotin ihr Beileid aus. „Unsere Gedanken, unser Mitgefühl, unsere Trauer ist heute mit den Angehörigen der Familie, den Freunden und den Kameradinnen und Kameraden der Soldatin“, sagte von Leyen am Montagabend nahe der Unglücksstelle.

          Brände ausgebrochen, Gebiet weiträumig abgesperrt

          Die Maschine gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird. Die Absturzstelle befinde sich in der Nähe eines Waldgebiets, sagte ein Sprecher der Gemeinde Aerzen. Dort seien Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Nach dpa-Informationen wurde das Gebiet um den verunglückten Hubschrauber weiträumig abgesperrt.

          Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter der Bundeswehr bei einem gemeinsamen Übungsflug zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) abgestürzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte nach Laage zurück. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Die Bergung der Flugzeugwracks und die Suche nach der Ursache dauern an. Nach Angaben des Befehlshabers des Luftwaffen-Geschwaders gebe es bei dem Unglück keine Hinweise auf einen technischen Defekt.

          Am Montagmorgen hoben zwei Eurofighter-Maschinen in Laage bei Rostock wieder zu Übungsflügen ab, wie ein Sprecher des Geschwaders 73 „Steinhoff“ sagte. Täglich soll es wieder zwei Starts geben, wie vor dem Absturz auch.

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