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EU : Prodi geht auf Syrien zu

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Romano Prodi, Präsident der EU- Kommission, hat Syrien überraschend ein Assoziierungsabkommen angeboten.

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          Der Präsident der EU- Kommission, Romano Prodi, hat seinen Besuch im Syrien mit der überraschenden Ankündigung beendet, beide Seiten könnten noch in diesem Jahr ein Assoziierungsabkommen abschließen.

          Nach einem Gespräch mit Präsident Baschar el Assad sagte Prodi am Sonntag vor der Presse, das Abkommen könne bis zum Sommer fertig sein, spätestens Ende des Jahres. Eine neue Runde der Verhandlungen würde in wenigen Wochen beginnen. Bislang wurde damit gerechnet, dass die 1998 begonnen Verhandlungen sich über mehrere Jahre hinziehen werden. Ein freier Wettbewerb mit der Europäischen Union (EU) setzt umfangreiche Wirtschaftsreformen in Syrien voraus.

          Syrien hat die EU um Hilfen in Millionenhöhe bei der Modernisierung seiner Wirtschaft gebeten. In dem Land herrschte über vier Jahrzehnte eine Kommandowirtschaft, die auf dem europäischen Markt nicht wettbewerbsfähig ist. Assad, der seit etwa einem halben Jahr im Amt ist, hat mit einem Reformprogramm begonnen, um Syrien an die Marktwirtschaft heranzuführen. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten wird es aber mindestens bis 2007 dauern, bis ein Freihandel zwischen Syrien und der EU realistisch ist. Prodi sagte Syrien 48 Millionen Euro für Entwicklungshilfe-Projekte zu.

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