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EU-Konvent : Drei Männer für Paris

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Vertritt die französische Regierung: Europa-Minister Moscovici Bild: dpa

Frankreich entsendet drei Männer in den EU-Konvent: Pierre Moscovici, Alain Barrau und Hubert Haenel.

          Jedes EU-Land entsendet drei Delegierte in den Europäischen Konvent, einen Regierungsvertreter und zwei Vertreter der Parlamente. Für Frankreich sind dies Pierre Moscovici, Alain Barrau und Hubert Haenel.

          Pierre Moscovici (44), der die französische Regierung im EU-Konvent vertritt, ging nach Ökonomie- und Politologiestudien 1984 von der Verwaltungshochschule ENA in den Staatsdienst. Kurz vor Ende der Mitterrand-Ära wechselte er 1994 als sozialistischer Europa-Abgeordneter nach Straßburg. 1997 kehrte er nach Paris zurück, um in der Regierung Jospin den Posten des Europaministers zu übernehmen. Er ist ein enger Mitarbeiter des Premierministers und gehört zu der Mannschaft, die Jospins Präsidentschaftswahlkampf organisiert.

          Der Sozialist Alain Barrau (55) ist Delegierter der Nationalversammlung. Der Hochschullehrer und Politiker befasste sich erstmals 1979 mit europapolitischen Fragen. 1998 wurde er Berichterstatter der Parlamentsdelegation bei der EU, ein Jahr später ihr Präsident. Barrau führte Mitte vergangenen Jahres in der Nationalversammlung den "Europäischen Dienstag"ein, einen jour fixe für die Diskussion europapolitischer Fragen.

          Hubert Haenel (60) ist der zweite Volksvertreter, den Frankreich in den Reform-Konvent entsendet. In den siebziger Jahren hatte der Jurist Haenel als Anhänger des heutigen Konventspräsidenten und Gaullisten Giscard d´Estaings verschiedene politische Ämter inne. Seit 1999 ist Haenel Präsident der Senatsdelegation bei der Europäischen Union.

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