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EU-Gipfel in Brüssel : May schließt ungeregelten Brexit nicht aus

  • Aktualisiert am

Theresa May kommt am 21. März beim Gipfel in Brüssel an. Bild: AFP

Die britische Premierministerin erhöht den Druck auf das Unterhaus. Was jetzt zähle, sei der Wille ihres Volks.

          Die britische Premierministerin Theresa May schließt einen ungeregelten EU-Austritt ihres Landes nicht aus. Sie hoffe immer noch auf Zustimmung des britischen Parlaments zum Brexit-Vertrag, sagte May am Donnerstag in Brüssel. Entscheidend sei aber, den Willen des Volkes beim Brexit umzusetzen. Dieses Position wiederholte sie auch auf mehrfache Nachfrage, ob sie einen No-Deal-Brexit vorbereite.

          „Was jetzt zählt ist, dass wir erkennen, dass der Brexit die Entscheidung des britischen Volks ist“, sagte May vor Beginn des EU-Gipfels. „Wir müssen ihn umsetzen.“ Die britische Volksabstimmung zum EU-Austritt vom Juni 2016 sei schon fast drei Jahre her. Jetzt müsse das britische Parlament entscheiden.

          „Eine kurze Verschiebung gibt uns die Chance, uns für ein Verlassen der Europäischen Union zu entscheiden, das Ergebnis des Referendums umzusetzen. Ich hoffe ehrlich, dass dies mit einem ausgehandelten Vertrag gelingt.“

          Der EU-Austritt ist bereits für nächste Woche Freitag (29. März) vorgesehen. May hat um Verschiebung bis Ende Juni gebeten. Beim Gipfel wollen die 27 übrigen EU-Staaten dies beraten. Sie zeigen sich offen für eine Verschiebung, wohl aber unter der Bedingung, dass das britische Parlament dem bereits zweimal abgelehnten Brexit-Vertrag mit der EU doch noch zustimmt.

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