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EU-Außenbeauftragte : Mogherini will weiter mit der Türkei reden

  • Aktualisiert am

Federuca Mogherini bei einem Treffen europäischer und afrikanischer Politiker am 28. August 2017 im Pariser Elysée-Palast. Bild: AFP

Ob Angela Merkel oder Martin Schulz - Deutschlands nächster Kanzler will sich für ein Ende von Ankaras EU-Beitrittsgespräche einsetzen. Die EU-Außenbeauftragte reagiert zurückhaltend.

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          Trotz der Spannungen mit der Türkei will die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. „Wir reden weiter“, erklärte Mogherini am Montagabend. Die Türkei sei bei vielen Themen ein regionaler Partner und „sie ist immer noch ein Beitrittskandidat“.

          Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatten am Sonntag gesagt, sie wollten sich für einen Abbruch der 2005 begonnenen EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei einsetzen.

          Mogherini sagte nach Angaben ihrer Behörde bei einem Auftritt in Slowenien, die EU stimme nicht immer mit Ankara überein. Es gebe einige Streitpunkte, vor allem Menschenrechte und Grundrechte sowie die Lage der Journalisten, aber die Gespräche mit Ankara würden fortgesetzt. In internen Debatten müsse „die Zukunft der Beziehungen“ geklärt werden, ergänzte sie.

          Auf die Äußerungen von Schulz und Merkel im TV-Duell am Sonntagabend hatte eine Sprecherin der EU-Kommission schon am Morgen zurückhaltend reagiert. Sie erinnerte lediglich daran, dass auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Entwicklungen in der Türkei mit großer Besorgnis verfolge. Er habe vergangene Woche gesagt, dass sich die Türkei „in Riesenschritten“ von Europa entferne und dass die Politik der türkischen Regierung einen EU-Beitritt unmöglich mache. Juncker hatte sich aber bislang gegen einen einseitigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen ausgesprochen.

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