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Wie Frauen und Männer arbeiten : Arbeit in Normalzeit

Mehr Zeit mit dem Kind: Auch bei Männern wird Teilzeitarbeit immer beliebter. Bild: dpa

Teilzeitarbeit wurde lange belächelt. Doch heute arbeiten nicht nur deutlich mehr Menschen in Teilzeit, die Verteilung zwischen Mann und Frau ist auch gleichmäßiger. Die Gesellschaft hat dazugelernt.

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          Das Statistische Bundesamt hat Gute-Laune-Zahlen verkündet. Mehr als elf Millionen Frauen in Deutschland haben eine unbefristete Stelle mit voller Sozialversicherung und vielen Stunden. Übrigens auch fünfzehn Millionen Männer, was natürlich ebenfalls eine gute Nachricht ist. Aber bei den Frauen ist die Zahl von 2017 auf 2018 stärker gestiegen, um 300.000. Gleichzeitig arbeiten deutlich weniger Frauen als im Vorjahr in Mini-Jobs, mit befristetem Vertrag oder nur für ein paar Stunden. Besonders auffällig ist, was sich bei der Teilzeit verändert.

          Teilzeit-Frauen arbeiten mehr, sie kommen öfter über die entscheidende Marke von zwanzig Wochenstunden. Von der an gilt ein Job als „Normalarbeitsverhältnis“ (und geht somit in die gut elf Millionen ein). Auch bei Männern wird die große Teilzeit beliebter. Politisch ist sie ohnehin erwünscht, jedenfalls erwünschter als die kleine.

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