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Eröffnung von Ditib-Moschee : Ein Bau für Erdogan

Die Ditib-Moschee in Köln wird durch den türkischen Präsidenten Erdogan eröffnet. Bild: dpa

Die Ditib-Moschee in Köln, die heute von Erdogan eingeweiht wird, ist umstritten. Der Architekt hat seine Teilnahme abgesagt. Selbst Ditib-Mitglieder beklagen eine zu große Nähe zum türkischen Staat und seinem Präsidenten.

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          Die Eröffnung der großen Ditib-Moschee in Köln steht unter keinem guten Stern. Neun Jahre sind vergangen, seit der Grundstein gelegt worden ist. Seit zwei Jahren wird unter der 35 Meter hohen Kuppel der Moschee gebetet, die von hoch aufgerichteten und durch viel Glas verbundenen Schalen gebildet wird. Immer wieder musste die Eröffnung der Moschee, die 1200 Gläubigen Platz bietet, verschoben werden. Nun findet sie endlich statt.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Denn ein Ehrengast befindet sich im Land: der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Vor ein paar Jahren noch hatte die Ditib erklärt, zur Eröffnung wollen man den Bundespräsidenten einladen. Nun kommt Erdogan. Ihm untersteht in Ankara die türkische Religionsbehörde Diyanet. Sie entsendet und bezahlt die Prediger der mehr als 900 Moscheegemeinden der Ditib, der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V.“. Ihr Zentrum wird künftig die Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld sein, in der auch große Gemeinschaftsräume und eine Bibliothek untergebracht sind.

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