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Ermittler mit dem Tod bedroht : Schwere Vorwürfe gegen Blackwater-Söldner im Irak

  • Aktualisiert am

Fast außerhalb der Gerichtsbarkeit: Blackwater-Söldner im vergangenen Jahrzehnt im Irak Bild: AP

Der Chefermittler des amerikanischen Außenministeriums erhebt schwere Vorwürfe gegen die Söldnerfirma Blackwater, die heute anders heißt: Der Irak-Chef habe ihm mit dem Tod gedroht, um Ermittlungen zu verhindern.

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          Die private amerikanische Sicherheitsfirma Blackwater hat Ermittlungen zu ihren Aktivitäten im Irakkrieg offenbar mit allen Mitteln verhindern wollen. Der örtliche Projektmanager habe ihn wegen seiner Untersuchungen mit dem Tod bedroht, schrieb der Chefermittler des amerikanischen Außenministeriums, Jean Richter, in einer internen Notiz aus dem Jahr 2007, wie die Tageszeitung „New York Times“ am Montag berichtete. Nach einem Streit habe ihm der Blackwater-Chef im Irak gesagt, dass er „mich sofort töten könnte, und keiner könnte etwas dagegen tun, weil wir hier im Irak sind“.

          Er habe die Drohung ernst genommen, schrieb Richter dem Bericht zufolge. „Wir waren in einem Kriegsgebiet, wo unerwartete Dinge passieren können, insbesondere, wenn es um Fragen geht, die einen lukrativen Sicherheitsauftrag betreffen.“

          Blutbad in Bagdad

          Die Szene ereignete sich laut „New York Times“ zwei Wochen vor einem Blutbad in Bagdad. Vier frühere Blackwater-Angestellte müssen sich derzeit wegen der Tötung von 17 Menschen im Zentrum der irakischen Hauptstadt vor einem amerikanischen Gericht verantworten. Die Schüsse auf unbewaffnete Zivilisten sorgten im Herbst 2007 für breite Empörung und kosteten Blackwater seine Aufträge im Irak.

          Richter warnte in seiner Aktennotiz dem Bericht zufolge davor, dass mangelnde Aufsicht über die Aktivitäten von Blackwater zu einem Klima der „Nachlässigkeit“ geführt habe. Die Sicherheitskräfte der Firma hätten damals für sich in Anspruch genommen, „über dem Gesetz zu stehen“, schrieb er. Blackwater war im Irak vor allem mit dem Schutz von amerikanischen Botschaftsmitarbeitern beauftragt. Heute nennt sich die Söldnerfirma Academi.

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