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Parteitag in Riesa : Erika Steinbach scheitert mit Kandidatur für AfD-Vizevorsitz

  • Aktualisiert am

Erika Steinbach am 17. Februar in Berlin Bild: dpa

Auf dem Bundesparteitag der AfD in Riesa hat die frühere CDU-Politikerin gegen den Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer verloren. Der Partei war Steinbach erst in diesem Jahr beigetreten.

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          Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach ist mit ihrer Bewerbung für ein Spitzenamt in der AfD gescheitert. Auf dem Bundesparteitag der AfD in Riesa unterlag die 78-Jährige am Samstag in einer Kampfabstimmung um den Vize-Parteivorsitz mit 42,2 Prozent dem Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer. Steinbach ist erst in diesem Jahr AfD-Mitglied geworden; für die Partei hatte sie sich allerdings bereits seit ihrem Austritt aus der CDU 2017 engagiert.

          „Ich will einfach nicht länger tatenlos zusehen, wie unser schönes Land in den Abgrund ruiniert wird“, begründete Steinbach in Riesa ihre Bewerbung. Millionen Bürger stünden am „wirtschaftlichen Abgrund“, und die Meinungsfreiheit sei „so unter Druck wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik“, beklagte sie.

          Steinbach ist seit 2018 Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Im Januar kündigte sie nach dem Parteiaustritt des bisherigen AfD-Chefs Jörg Meuthen ihren Eintritt in die Partei an. Zuvor hatte sie eine lange Karriere in der CDU gemacht - 1990 wurde sie CDU-Bundestagsabgeordnete, im Jahr 2000 wurde sie in den CDU-Bundesvorstand gewählt.

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