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Mecklenburg-Vorpommern : SPD verliert ein Mandat

Bei der Nachwahl in Mecklenburg-Vorpommern haben die Grünen einen Landtagssitz dazu gewonnen, nunmehr sind es sieben. Allerdings hat die Partei nicht ihr zweites politisches Ziel erreicht: der NPD ein Mandat abzunehmen.

          Die Nachwahl auf der Insel Rügen im Landtagswahlkreis 33 hat die Mandatsverteilung im neuen Landtag von Mecklenburg-Vorpommern noch einmal geändert. Die Grünen, die bei der Zweistimme fast 25 Prozent erhielten, bekommen einen Landtagssitz mehr, nunmehr sind es sieben. Allerdings hat die Partei nicht ihr zweites politisches Ziel erreicht: der NPD ein Mandat abzunehmen. Einen Platz weniger hat jetzt die SPD, nunmehr 27. Dass die SPD das Direktmandat holte, ändert daran nichts. Statt Dagmar Kaselitz zieht nun der erfolgreiche Direktkandidat Ingulf Donig in den Landtag ein. Die CDU ist mit 18 Sitzen vertreten, die Linkspartei mit 14, die NPD mit 5. Die Nachwahl war notwendig geworden, weil der ursprüngliche CDU-Kandidat starb. Den neuen Kandidaten schloss die CDU dann aber selbst aus der Partei aus wegen seiner früheren Kontakte zur DVU.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          In fünf von sechs der neu gebildeten Landkreise gab es am Sonntag außerdem Stichwahlen der Landräte. Nur in Nordwestmecklenburg hatte sich Birgit Hesse (SPD) bereits im ersten Wahlgang am 4. September durchsetzen können. In den drei Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und mecklenburgische Seenplatte standen sich bei der Stichwahl Bewerber von der CDU und der Linkspartei gegenüber. In Vorpommern-Greifswald hatte die SPD offiziell bei der Stichwahl die CDU-Kandidatin unterstützt, die noch amtierende Justizministerin Uta-Maria Kuder in der Schweriner Regierung. Frau Kuder konnte sich dennoch nicht gegen Barbara Syrbe von der Linkspartei durchsetzen, die zuvor bereits Landrätin im alten Kreis Ostvorpommern gewesen war. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte war der CDU-Kandidat Heiko Kärger von einzelnen einflussreichen Sozialdemokraten, nicht aber von der Partei insgesamt für die Stichwahl unterstützt worden. Er setzte sich knapp gegen den Kandidaten der Linkspartei durch. In Vorpommern-Rügen siegte Ralf Drescher (CDU) gegen Kerstin Kassner. Im neuen Landkreis Rostock setzte sich Thomas-Jörg Leuchert (SPD) gegen den bisherigen stellvertretenden Regierungssprecher in Schwerin, Matthias Crone (CDU), klar durch. Rolf Christiansen (SPD) gewann Ludwigslust-Parchim ebenso klar. Die Wahlbeteiligung lag unter 30 Prozent.

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