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Populisten auf dem Vormarsch : Die Rückkehr der Stammesmentalität

  • -Aktualisiert am

Europas Rechtspopulisten im Bilde: Geert Wilders (v.l.n.r.), Matteo Salvini und Marine Le Pen Bild: Reuters

Der Aufstieg populistischer Parteien ist eine Reaktion auf eine Vielzahl rascher kultureller Veränderungen. Dabei ist die Identitätspolitik das entscheidende Element ihrer Renaissance. Ein Gastbeitrag.

          13 Min.

          An akademischen und medialen Debatten über Populismus herrscht seit Jahren kein Mangel. Das ist einerseits zu begrüßen, denn als mediale und politische Strategie hat Populismus eine enorme Bedeutung gewonnen – was nicht allein die amerikanische Präsidentenwahl und die Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 belegen. Auch auf den Philippinen, in Schweden oder Italien haben Populisten obsiegt. Innenpolitische Kräfteverschiebungen wie etwa in Polen und Ungarn entfalten längst eine Dynamik, die – etwa in der Zusammensetzung des künftigen Europäischen Parlaments – auf eine innereuropäische Machtverschiebung hinausläuft.

          Allerdings ist das Phänomen Populismus nicht einfach zu fassen. Auf der Ebene der Definitionen ist eine beträchtliche Heterogenität zu beobachten. Somit wäre zu bedenken, dass wir es nicht nur mit Populismen tun haben, sondern auch mit einer Pluralität an Deutungen. Stärker als bislang sollte vor allem die Nachfrageseite des populistischen Phänomens betrachtet werden.

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