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Erdbeben : Siebzig deutsche Helfer in Iran

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Das Auswärtige Amt hat am Sonntag einen zweiten Hilfsflug direkt in die iranische Erdbebenregion geschickt. Mit einem Sonderflugzeug wurden 33 Tonnen Hilfsgüter und weitere Helfer aus Deutschland in das Gebiet gebracht.

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          Das Auswärtige Amt hat am Sonntag einen zweiten Hilfsflug direkt in die iranische Erdbebenregion um die Stadt Bam geschickt. Mit einem gecharterten Sonderflugzeug wurden 33 Tonnen Hilfsgüter und weitere Helfer aus Deutschland in das Gebiet gebracht. Für diesen Montag kündigte das Deutsche Rote Kreuz weitere Lieferungen an. Zu den am Sonntag nach Iran geflogenen Hilfsgütern zählen vor allem Medikamente und medizinische Verbrauchsgüter, etwa Verbandsmaterial, die den Grundbedarf von 20 000 Menschen für drei Monate decken können. Zu der Hilfssendung gehörten überdies drei Anlagen zur Trinkwassergewinnung, die täglich bis zu 350 000 Liter Wasser produzieren können. Schließlich enthielt die Sendung auch Zelte, Jacken und Decken, die gegen die nächtliche Kälte helfen sollen.

          Die Zahl der deutschen Helfer hat sich nach dem zweiten Transport auf etwa 70 erhöht. Zu ihnen zählen neben den Führern der Suchhundestaffeln auch technische und medizinische Fachleute. Außer dem Technischen Hilfswerk haben auch das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und der Arbeiter-Samariter-Bund Mitarbeiter geschickt. Das Auswärtige Amt, das zur Finanzierung der Einsätze zunächst 500 000 Euro gibt, koordiniert die Hilfsanforderungen und Angebote über den Krisenstab. Er steht zum einen in Kontakt mit iranischen Stellen, die Hilfserfordernisse melden und die auch Ansprechpartner bei der Organisation der Lieferungen in das Erdbebengebiet sind. Zum anderen sind die humanitären Fachleute des Krisenstabes über die Möglichkeiten und Angebote der deutschen Hilfsdienste orientiert und geben sie an Iran weiter. Weiterer Partner in der Zusammenarbeit ist das Koordinationsbüro für humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen, das gleichfalls schon im Krisengebiet tätig ist und dort Hilfsbedarf und Möglichkeiten ermittelt und weitergibt.

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