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Drittgrößter CO2-Emittent : Indien unterzeichnet Weltklimavertrag

  • Aktualisiert am

Indischer Regierungschef Narendra Modi Bild: dpa

Als drittgrößter Verschmutzer weltweit hat Indien wie angekündigt das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Innerhalb der EU müssen noch die einzelnen Mitgliedsstaaten den Vertrag ratifizieren.

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          Der weltweit drittgrößte Treibhausgasemittent Indien hat das Pariser Klimaabkommen der Vereinten Nationen unterzeichnet. Die Ratifizierung fand am Sonntag statt. Die Regierung in Neu Delhi hatte den Termin bewusst so festgelegt, dass er mit dem Geburtstag von Mahatma Gandhi zusammenfiel.

          Umweltminister Anil Madhay erklärte, sein Land habe die Ratifizierungsurkunde bei den Vereinten Nationen hinterlegt. „Großer Schub für globales Handeln mit Blick auf Klimawandel“, twitterte Madhay.

          Der indische Regierungschef Narendra Modi hatte im September den Geburtstag Gandhis als Datum für die Ratifizierung genannt, weil der Unabhängigkeitsführer des Landes immer auch auf den Umweltschutz geachtet habe.

          Globale Klimaziele rücken immer näher

          Mit Indiens Unterschrift kommt das Klimaabkommen seinem Inkrafttreten einen weiteren großen Schritt näher. Amerika und China als größte Treibhausgasemittenten hatten es beide am 4. September ratifiziert.

          Das Abkommen sieht unter anderem vor, die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis höchstens zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Für ein Inkrafttreten müssen die Ratifizierungsurkunden von mindestens 55 Staaten vorliegen, die für mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stehen. Mit Indien sind es 62 Ländern, die für fast 52 Prozent der Emissionen verantwortlich sind.

          Die Umweltminister der Europäischen Union hatten am Freitag den Weg für die Ratifizierung des UN-Klimaabkommens in der kommenden Woche freigemacht. Die 28 Ländervertreter gaben bei einem Sondertreffen in Brüssel einstimmig grünes Licht, damit das Europaparlament am Dienstag über die Vereinbarung abstimmen kann.

          Nach der Billigung müssen noch die einzelnen Mitgliedstaaten das Abkommen ratifizieren. Bisher haben das nur sechs Staaten getan - neben Deutschland auch Frankreich, Malta, Österreich, die Slowakei und Ungarn.

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