https://www.faz.net/-gpf-7835z

Trotz Energiewende : Deutschland steigert Stromexporte massiv

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens RWE montieren bei Argenthal im Hunsrück ein Hochtemperatur-Leiterseil an einer Stromtrasse Bild: dapd

Trotz der Unwägbarkeiten bei der Energiewende baut Deutschland seine Position als großes Stromexportland deutlich aus. Mit dem Handel wurde im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erzielt.

          Deutschland hat trotz aller Unwägbarkeiten und Probleme bei der Energiewende seine Position als großes Stromexportland deutlich ausgebaut. Über die europäischen Netze floss 2012 wie schon in den sechs Jahren zuvor erheblich mehr Strom aus Deutschland in andere Länder als umgekehrt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

          Dabei vervierfachte sich der Ausfuhrüberschuss auf 22,8 Terawattstunden (TWh) im Vergleich zum Vorjahr. „Damit wurde im Jahr 2012 der höchste Überschuss der letzten vier Jahre erzielt“, erklärte das Amt, das sich auf Zahlen der vier großen Übertragungsnetzbetreiber bezog. Im einzelnen importierte Deutschland im vergangenen Jahr 43,8 TWh Strom und führte 66,6 TWh aus. Damit lag die Importmenge deutlich unter den 48,5 TWh von 2011, während die Exportmenge nach 54,5 THw um mehr als zehn Terawatt anstieg.

          Mit dem Stromhandel erzielte Deutschland im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Einfuhren von 2,3 Milliarden Euro standen Ausfuhren von 3,7 Milliarden Euro gegenüber. Die größten Strom-Lieferanten nach Deutschland waren Frankreich mit 13,2 Terawattstunden, Dänemark mit 8,5 Milliarden TWh und Tschechien mit 8,4 TWh. Bei den Abnehmerländern dominierten die Niederlande mit 22,6 TWh vor den Alpen-Nachbarländer Österreich mit 15,9 TWh und Schweiz mit 12,7 TWh.

          Weitere Themen

          Zehntausende trotzen Demo-Verbot Video-Seite öffnen

          Hongkong : Zehntausende trotzen Demo-Verbot

          In Hongkong sind erneut zehntausende Menschen für ihre demokratischen Rechte auf die Straße gegangen. Die Aktivisten setzten sich wie in der Vergangenheit über ein Demonstrationsverbot hinweg.

          Topmeldungen

          Proteste vor IAA : Blockade mit drei farbigen Fingern

          Hunderte Demonstranten der Aktion „Sand im Getriebe“ haben zwei der fünf Eingänge der Messe blockiert. Ihr Protest richte sich nur gegen die Konzerne, sagen sie. Das empfinden viele Besucher anders.
          Zu häufiges Nutzen des Smartphones kann krank machen. Aber ganz darauf verzichten geht heutzutage auch nicht.

          Data Detox : Wie man mit wenigen Schritten seine Datenflut eindämmt

          Unsere Datenflut kommt Konzernen wie Facebook und Google zugute, wobei alles andere als klar ist, was genau mit den Informationen geschieht. Mit einigen Tipps kann man sein Handy vor Zugriffen schützen.

          Bayerns zwei Gesichter : „Keine Feuer legen, bitte“

          War es ein Taktik-Sieg von Julian Nagelsmann gegen Niko Kovac? Die Bayern haben offenbar nicht schnell genug auf Veränderungen des Gegners reagiert – und rutschten in der Tabelle ab. In München will man aber Ruhe bewahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.