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Nach dem Atomausstieg : Sarkozy will Deutschland Strom verkaufen

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Sarkozy am Dienstag in Cosne-Cous-sur-Loire im Burgund Bild: AFP

Frankreich will aus dem deutschen Atomausstieg Nutzen ziehen: „Wir bieten uns gerne an, ihnen unseren Strom zu verkaufen“, sagte Sarkozy am Dienstag. Er wolle die deutsche Entscheidung nicht kritisieren.

          Frankreichs Präsident Sarkozy erkennt im deutschen Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie eine Chance für französische Stromexporte. „Wenn sie ihre Atomkraftwerke abstellen, dann müssen sie durch irgendwas ersetzt werden“, sagte Sarkozy nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag bei einem Termin in der Region Burgund. „Wir bieten uns gerne an, ihnen unseren Strom zu verkaufen, und wenn wir auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil haben, umso besser.“

          Er, Sarkozy, wolle die deutsche Entscheidung nicht kritisieren. „Wir haben auch so schon genug Probleme zu regeln.“ Bloß weil es einen Tsunami in Japan gegeben habe, „bedeutet das ja nicht, dass die Sicherheitsvorschriften nun auch in Regionen gelten müssen, die gar nicht in Küstennähe liegen“, sagte Sarkozy.

          Unterdessen wies FDP-Generalsekretär Lindner die Verantwortung für eventuelle Schadenersatzansprüche durch die Atomindustrie den Koalitionspartnern CDU und CSU zu. (Siehe Die FDP und ihr Koalitionspartner: Wer solche Freunde hat ). Es sei für die FDP offenkundig gewesen, dass zugesagte Reststrommenge der Atomkraftwerke eventuell nicht mehr verbraucht würden. „Wir haben davor gewarnt und hätten für dieses Risiko gerne Vorsorge getroffen“, sagte Lindner. Die Bedenken seien aber von Frau Merkel und dem CSU-Vorsitzenden Seehofer ignoriert worden.

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