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Kommentar : Den Wahnsinn beim Strompreis stoppen

Mit den Koalitionsverhandlungen öffnet sich ein Fenster der Gelegenheit beim Thema Ökostrom. Das müssen die Parteien nutzen, um einen klaren Ausstieg aus dem EEG festzulegen.

          Die Umlage zur Finanzierung des Ökostroms eilt von Rekord zu Rekord. Um 20 Prozent wird sie im nächsten Jahr steigen. Unter dem Strich sind das gut 3 Milliarden Euro mehr als dieses Jahr. Macht 24 Milliarden Euro, die die Stromverbraucher nicht für andere Ausgaben in der Tasche haben. Solche Wachstumsraten „grüner“ Wirtschaftspolitik verkraften manche Haushalte schon heute kaum noch. Vielen Betrieben werden sie noch einmal das Genick brechen, wenn die Politik hier nicht endlich einschreitet.

          Mit den Koalitionsverhandlungen öffnet sich dafür nun ein Fenster der Gelegenheit. Das müssen die Parteien nutzen, um einen klaren Ausstieg aus dem EEG festzulegen, den weiteren Anstieg der Kosten für Neuanlagen zu drosseln und erkennbare Kostentreiber wie die Offshore-Windenergie frühzeitig zu begrenzen. Der Verweis auf zu streichende Ausnahmen für einige Unternehmen trägt nicht.

          Anders sind Hinweise zu bewerten, neue Ökostromanlagen seien inzwischen so preiswert und effizient, dass sie mit den klassischen konventionellen Anlagen mithalten könnten. Prima, dann können sich diese Investoren ja am Markt refinanzieren und getrost auf schädliche Subventionen verzichten.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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