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Internationale Energieagentur : Kohlendioxid-Ausstoß höher als je zuvor

  • Aktualisiert am

Der Kohlendioxid-Ausstoß steigt weiter an Bild: dpa

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA stieg der Kohlendioxid-Ausstoß 2010 um insgesamt 1,6 Gigatonnen an, das ist laut IEA der bisher höchste Anstieg seit Beginn der Messungen.

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          Auf der Welt wurde noch nie soviel Kohlendioxid ausgestoßen wie im vergangenen Jahr. Dies berichtete die Internationale Energie-Agentur (IEA) am Montag. Nach Angaben der zur Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) gehörenden Einrichtung stiegen die energiebezogenen Emissionen gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent auf 30,6 Gigatonnen. Dafür war vor allem das anziehende Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern verantwortlich. Das international vereinbarte Ziel, den Anstieg der Erderwärmung gegenüber der vorindustriellen Epoche bis 2020 auf zwei Grad zu begrenzen, sei damit nur noch äußerst schwer zu erreichen, sagte der IEA-Chefökonom Fatih Birol dieser Zeitung. Im Vorjahr waren die Kohlendioxidemissionen aufgrund der Wirtschaftskrise noch um 3 Prozent gesunken. Der nun verzeichnete Zuwachs sei „ein schwerer Rückschlag für die Hoffnungen einer Begrenzung der Schadstoffausstoßes“. Angesichts des in Deutschland beschlossenen Atomausstiegs befürchtet die IEA, dass nach der Katastrophe von Fukushima fossile Energieträger wie Kohle nun wieder an Bedeutung gewinnen. „Ich halte die Kernenergie für eine der wichtigsten Komponenten für die Stromerzeugung“, sagte Birol. Nach Fukushima lasse sich die IEA-Prognose eines Nuklearanteils von rund 14 Prozent an der weltweiten Stromproduktion bis 2020 aber voraussichtlich nicht mehr aufhalten. Der Anteil werde sinken. Die IEA sorgt sich, dass es derzeit wenig politischen Druck für den Kampf gegen den Klimawandel gebe - zumal die Zeit dränge. Nach Berechnung der Organisation könne die Obergrenze von zwei Grad Erderwärmung nur erreicht werden, wenn die Kohlendioxidemissionen im Jahr 2020 weltweit 32 Gigatonnen betragen. Dieses Niveau sei aber schon beinahe im vergangenen Jahr erreicht worden.

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