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Intelligente Stromzähler : So smart

  • -Aktualisiert am

Die EU würde digitale Stromzähler am liebsten als Pflicht vorschreiben. Doch schon jetzt liegen die Geräte wie Blei in den Regalen der Baumärkte. Kein Wunder: Sie kosten mehr Geld, als sie einsparen.

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          Das englische Adjektiv „smart“ ist vielen Deutschen vor allem durch die neuen Mobiltelefone geläufig geworden, mit denen man bekanntlich nicht nur telefonieren kann. Weil das so interessant ist, sollen auch die Stromzähler im Keller klug und intelligent werden, auch hier passend zur Energiewende.

          Ganz helle Köpfchen können schon elegant die Waschmaschine vom Smartphone aus anwerfen, wenn der Stromtarif günstig ist, weil der Wind die vielen Windturbinen so fleißig antreibt. Ginge es nach der EU, würden alle Haushalte pauschal mit den neuen Zählern ausgerüstet. (Bei den Smartphones wäre die Verpflichtung nicht mehr nötig.) Die deutsche Elektrotechnikbranche würde es sicher zu schätzen wissen.

          Doch ganz so smart ist die Idee nun auch wieder nicht, wie gerade Gutachter für das Wirtschaftsministerium herausgefunden haben. Denn die Geräte würden die meisten Haushalte mehr Geld kosten, als sie durch deren intelligenten Gebrauch überhaupt einsparen könnten. Damit haben die Gutachter die Empirie bestätigt. Denn die Zähler liegen wie Blei in den Regalen der Baumärkte. Was zeigt, dass die Leute doch intelligenter sind, als Regierungen zuweilen meinen.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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