https://www.faz.net/-gpf-7ia99

Heizung : Haushalte verbrauchen weniger Energie

  • Aktualisiert am

Alles ausgeschaltet? Bild: Wresch, Jonas

Obwohl die Zahl der Haushalte in den vergangenen Jahren zugenommen hat und die Wohnfläche gestiegen, ist der Energieverbrauch gesunken. Hohes Sparpotential gibt es allerdings noch in den Büros.

          1 Min.

          Die deutschen Privathaushalte haben ihren Energieverbrauch in den vergangenen Jahren allein über die Heizungen reduziert. In der Zeitspanne von 2005 bis 2012 ging der Gesamtenergieverbrauch um 5,2 Prozent auf 667 Milliarden Kilowattstunden zurück, obwohl die Zahl der Haushalte und die genutzte Wohnfläche gestiegen sind. Bereinigt um die Temperaturschwankungen betrug der Rückgang 4,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete.

          Rund 70 Prozent der Energie verwenden die Haushalte fürs Heizen der Räume, wo auch am meisten gespart wurde. Für Raumwärme wurden 2012 noch 466 Milliarden Kilowattstunden aufgewendet, 8,4 Prozent weniger als sieben Jahre zuvor.

          Für Warmwasser, Haushaltsgeräte und Beleuchtung stieg hingegen der Energieverbrauch, was die Statistiker vor allem auf die steigende Zahl von Geräten zurückführten. Bei den Energieträgern hat das Heizöl in dem Siebenjahreszeitraum mit einem Rückgang um 25 Prozent deutlich an Bedeutung verloren. Es war 2012 nach Gas (250 Milliarden Kwh) und Strom (137 Milliarden Kwh) nur noch drittwichtigster Energieträger für die Privathaushalte.

          Zwei Drittel lassen Monitore über Nacht an

          Erhebliches Sparpotential gibt es allerdings noch in den Büros. Einer Studie zufolge könnten allein durch das Ausschalten der Bildschirme am Arbeitsplatz nach Feierabend in Deutschland jährlich Stromkosten von rund 480 Millionen Euro eingespart werden. Derzeit blieben fast zwei Drittel der PC-Monitore in deutschen Büros über Nacht an, ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov.

          Die geschätzte Einsparungssumme ergebe sich aus der Gesamtzahl von rund 28 Millionen Arbeitsplatzcomputern in Deutschland und Mehrkosten von etwa 26 Euro pro Gerät im Jahr, erläuterte die Marketingagentur MMD, die die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. YouGov befragte im Januar 1038 Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die mehr als eine Stunde pro Tag mit Computerarbeit verbringen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.