EU-Gipfel in Brüssel :
Paradigmenwechsel in der Energiepolitik

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
Lesezeit: 4 Min.
Monteure in einem Metallmast einer 110-Kilovolt-Freileitung zwischen Ludwigslust und Hagenow
Die Regierungschefs in Europa debattieren erstmals über die Energiekosten und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Die Preise sind zu hoch, sagt Energiekommissar Oettinger. Viel tun, um sie zu senken, kann er nicht.

Eines kann sich Kommissar Günther Oettinger schon heute zugutehalten: Wenn er 2014 abtritt, wird die Energiepolitik eine andere Rolle in der EU spielen als vor seiner Amtszeit. Zum zweiten Mal nach Februar 2012 wollen die EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Mittwoch in Brüssel über die Energiepolitik diskutieren. Dass das Thema inzwischen oben auf der Agenda steht, ist Folge der Wirtschaftskrise, die die Klimapolitik in den Hintergrund und die Kosten der Energieversorgung in den Vordergrund gerückt hat. Oettinger allerdings habe diesen Zusammenhang - und vor allem der Energiekosten - früher als andere erkannt, sagen Kritiker wie Anhänger.

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