https://www.faz.net/-gpf-73me2

EEG-Umlage : Altmaier überdenkt Strompreis-Entlastungen für Firmen

  • Aktualisiert am

Umweltminister Peter Altmaier Bild: dapd

Der Strompreis steigt, doch viele Firmen müssen sich nicht an den Kosten beteiligen. Umweltminister Altmaier denkt darüber nach, das zu ändern.

          Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will die Strompreis-Entlastungen für einige Unternehmen auf den Prüfstand stellen. Bei einigen Firmen stelle sich die Frage, „müssen die entlastet werden?“, sagte Altmaier am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. „Deshalb werde ich mir das genau anschauen und das genau überprüfen“, kündigte der Minister an.

          Grundsätzlich hält Altmaier Entlastungen bei der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien sowie bei Netzentgelten aber für sinnvoll. „Das war richtig, weil es um Arbeitsplätze in Deutschland geht.“

          Warum der Strompreis steigt

          Die Kosten für die staatlich garantierte Einspeisevergütung werden auf die Stromkunden umgelegt. Die Betreiber der deutschen Stromleitungen geben am Montag die neue Höhe der EEG-Umlage bekannt. Erwartet wird, dass diese 2013 von derzeit rund 3,6 Cent je Kilowattstunde um etwa 50 Prozent auf mehr als fünf Cent steigt. Ein Drei-Personen-Haushalt muss dadurch mit Mehrkosten von etwa 60 Euro pro Jahr rechnen.

          Immer mehr Unternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen, können sich von der Umlage allerdings befreien lassen - was die Kosten für Verbraucher und kleine Firmen noch weiter in die Höhe treibt.

          FDP-Parteichef Philipp Rösler hatte deshalb vorgeschlagen, zur Entlastung die Stromsteuer zu senken. Dies lehnte Altmaier am Montag ab, „weil es genau die, die am wenigsten Geld haben und wenig verbrauchen, zu wenig entlastet“. Am meisten profitieren würde hingegen, wer besonders viel Strom verbrauche, sagte Altmaier im ZDF.

          Weitere Themen

          Gelbwesten kritisieren Notre-Dame-Spenden Video-Seite öffnen

          Paris : Gelbwesten kritisieren Notre-Dame-Spenden

          Mehrere milliardenschwere Unternehmerfamilien hatten sich nach dem Brand der Kirche mit Spendenzusagen förmlich überboten. Die Demonstranten kritisieren nun, dass ihrer Bewegung derartige Spenden nicht angeboten werden.

          Topmeldungen

          Mitglieder und Freiwillige der ukrainischen Bürgerinitiative „Widsitsch“ am Samstag auf dem Majdan in Kiew

          Präsidentenwahl in der Ukraine : Die letzte Chance gegen den „Magier“

          Am Tag vor der Stichwahl um das Präsidentenamt ist das Wahlkämpfen verboten. Doch die Aktivisten von „Widsitsch“ stehen trotzdem auf dem Majdan – um zu „informieren“. Sie versuchen, dem „Komiker“ Selenskyj doch noch Wähler abzujagen.

          0:6 in Augsburg : Weinzierl muss nach Stuttgarter Debakel gehen

          Die Blamage von Augsburg ist zu viel. Nur wenige Stunden nach dem 0:6 wirft der VfB Stuttgart den zweiten Trainer in dieser Saison raus. Markus Weinzierl muss gehen. Einen Interimscoach gibt es auch schon.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.