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Eurofighter über dem Baltikum : Bundeswehr hält sich Bewaffnung offen

  • Aktualisiert am

Ein Eurofighter der Luftwaffe über Rostock Bild: dpa

Der Luftwaffeneinsatz über dem Baltikum ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehr als Rhetorik. Die Übungsflüge schlössen eine Bewaffnung der Kampfflugzeuge im Ernstfall nicht aus.

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          Das Verteidigungsministerium hat Berichte relativiert, nach denen die Entsendung der Luftwaffe ins Baltikum nur Rhetorik und die Kampfflugzeuge im Ernstfall nicht gewappnet seien. Die momentanen Planungen sähen zwar nur Trainingsflüge vor.  „Aber wir halten uns alle Optionen offen“, sagte ein Sprecher der Ministeriums gegenüber FAZ.NET.

          Deutschland hatte sich dazu bereit erklärt, bis zu sechs „Eurofighter“ von September an für die Luftraumüberwachung über dem Baltikum abzustellen. Die Aufgabe wird von Staaten der Allianz im Wechsel übernommen, da Estland, Lettland und Litauen über keine eigenen Flugzeuge für das Air Policing verfügen.

          Die bis zu sechs „Eurofighter“ gelten als deutsches Solidaritätssignal den Balten gegenüber, ob ihrer wachsenden Ängste gegenüber Russland. Die deutschen Maschinen ergänzen damit das portugiesische Kontingent, dass in den letzten vier Monaten des Jahres für das Air Policing vorgesehen ist.

          Die Entscheidung über eine Bewaffnung der Kampfflugzeuge  im Rahmen des Air Policing liegt grundsätzlich beim Nato-Oberkommandierenden für Europa. Allerdings liegt es im Ermessen der Entsendestaaten, für Übungsflüge Waffen mitzuführen.

          Ob die deutschen „Eurofighter“ vom Stammflugplatz der Nato im litauischen Siuliai starten werden, ist ebenfalls noch offen. Die litauische Basis ist lediglich für zehn Kampfflugzeuge ausgelegt. Sollte Portugal ebenfalls weitere Maschinen entsenden, könnte für die Luftwaffe die Suche nach einer Ausweichbasis anstehen.

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