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#einearmlaenge : Reker verteidigt Verhaltenstipps für Frauen

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Henriette Reker empfahl auch, sich nicht aus den Gruppen zu lösen, mit denen man feiern geht. Bild: dpa

Frauen sollten eine Armlänge Abstand halten, empfahl Henriette Reker Frauen als Präventionsmaßnahme. Im Netz gab es viel Kritik. Dazu bezieht die Kölner Oberbürgermeisterin nun Stellung.

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          Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat sich gegen die Kritik an ihren Verhaltenstipps für Frauen nach den Übergriffen von Köln verteidigt. „Durch die verkürzte Darstellung in einzelnen Medien ist teilweise der Eindruck entstanden, meine Präventionsinitiativen würden sich ausschließlich auf Verhaltenstipps für Frauen und Mädchen beschränken“, erklärte sie am Mittwoch. Davon könne gar keine Rede sein. Vielmehr habe sie auf eine gezielte Nachfrage hin versucht, auf bereits vorhandene Präventions- und Beratungsangebote in Köln hinzuweisen.

          „Nur ein Beispiel ist das Aktionsprogramm „Partysicherheit für junge Frauen“, teilte Reker mit. Vorrang habe natürlich, die Sicherheit auf Kölns Straßen und Plätzen herzustellen. Reker hatte bei einer Pressekonferenz auf die Frage, wie sich Frauen schützen können, unter anderem gesagt, es gebe „immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft“.

          Ohne den Zusammenhang wirken die Aussagen Rekers unpassend. Zunächst hatte sie gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten Albers die geplanten Maßnahmen vorgestellt, wozu neben Videoüberwachung und stärkerer Polizeipräsenz auch Präventionshinweise gehören. Eine Journalistin bat sie, die Hinweise zu konkretisieren.

          Darauf antwortete Reker wörtlich:

          „Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft. Also von sich aus schon gar nicht eine große Nähe zu suchen zu Menschen, die einem fremd sind, zu denen man kein gutes Vertrauensverhältnis hat. Aber es gibt viele andere Möglichkeiten (...), sich in Gruppen zusammen zu finden, sich nicht drängen zu lassen, auch nicht in Feierlaune zu sagen, ich gehe jetzt mal mit diesem oder jenem mit, sondern in der Gruppe, in der man losgegangen ist, zu bleiben. Also es gibt da Möglichkeiten, die auch bei uns bei der Stadt Köln dann auf der Internetseite nachzulesen sind.“

          Die Hinweise, die sie gab, finden sich in ähnlicher Form auch in gängigen Broschüren von Frauenverbänden und öffentlichen Stellen. Einzelne Medien wie die Rheinische Post rückten die Aussage in den Mittelpunkt. Der Eindruck entstand, eine Armlänge Abstand würde als einzige Maßnahme genügen. Unter dem Hashtag #einearmlaenge wurde Reker dafür teils heftig kritisiert. Vor dem Kölner Hauptbahnhof hatte es in der Silvesternacht massive Übergriffe auf Frauen gegeben.

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