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Ein Datenschützer im Gespräch : „Es ist ein Spiel mit dem Feuer“

Kameraüberwachung in Peking Bild: EPA

Kameras an öffentlichen Plätzen gehören nicht nur in China zum alltäglichen Bild. Aber führt Massenüberwachung wirklich zu größerer Sicherheit für den Einzelnen? Ein Gespräch mit dem Datenschutzfachmann Peter Schaar.

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          Herr Schaar, in China soll bis zum kommenden Jahr ein Sozialkreditsystem eingeführt werden, in dem Plus- und Minuspunkte für konformes und nonkonformes Verhalten verteilt werden. Wer nicht besteht, darf keine Flugzeuge oder Züge mehr benutzen. Gerade wurde bekannt, dass auch in- und ausländische Unternehmen in dieser Weise überwacht und klassifiziert werden sollen. Nun ist China im Gegensatz zu Deutschland eine Diktatur. Droht uns ein solches Szenario trotzdem auch hier?

          Bestimmt nicht in dieser Ausprägung. Aber eines ist auch unübersehbar: Dass in den vergangenen Jahren unter dem Banner der Sicherheit sehr viel mehr Überwachung durchgesetzt wurde. Nehmen wir die Überwachung der Telekommunikation, die Videoüberwachung im öffentlichen Bereich, das geht bis hin zum Einschleusen von Staatstrojanern in informationstechnische Systeme.

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