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Doppelpass und Optionszwang : Willkommenskultur à la CSU

Es könnte auch noch der Tag kommen, an dem Seehofer schon immer für die Einführung eines muslimischen Feiertages gewesen ist.

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          Der Wettbewerb, wer aus dem Kreis der Koalitionsparteien und der von ihnen gestellten Minister am lautesten gegen das Korsett des Koalitionsvertrags rebelliert, ist nun auch auf dem Feld des Staatsangehörigkeitsrechts angekommen.

          Weil die Union schon bei den Verhandlungen kaum Widerstand gegen die Abschaffung der Optionspflicht leistete und Seehofer sich zur Überraschung seines Unterhändlers und der Gegenseite besonders reformfreudig zeigte, musste die SPD erst einmal nachdenken, was sie über die von ihr durchgesetzten Änderungen hinaus noch fordern könnte.

          Das ist jetzt gefunden: Der Optionszwang soll auch für Kinder entfallen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind. Da fängt man nun selbst in München an zu jammern. Doch wer so vehement für eine „Willkommenskultur“ kämpft wie inzwischen auch die CSU, kann nur schwer begründen, warum es überhaupt noch Hürden für das Erlangen und Behalten der deutschen Staatsangehörigkeit geben sollte. Es könnte auch noch der Tag kommen, an dem Seehofer schon immer für die Einführung eines muslimischen Feiertages gewesen ist.

          Özoguz: Optionspflicht komplett abschaffen

          Die SPD will mehr Doppel-Staatsbürgerschaften ermöglichen als im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Özoguz, fordert, die bisherige Wahlpflicht zwischen deutschem und ausländischem Pass vollständig aufzuheben. Im Koalitionsvertrag war vereinbart worden, sie für in Deutschland geborene „und aufgewachsene“ Kinder abzuschaffen. Die SPD will, dass nur noch der Geburtsort ausschlaggebend ist.

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