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Scott Pruitt : Trump macht Klimaschutz-Gegner zum Chef der Umweltbehörde

  • Aktualisiert am

Scott Pruit betritt am 7. Dezember den Trump Tower in New York. Bild: dpa

Obamas Plan für saubere Kraftwerke hat er als „Krieg gegen Kohle bezeichnet.“ Nun soll Oklahomas Chefankläger eine Behörde übernehmen, die Trump ein Dorn im Auge ist.

          Donald Trump macht Scott Pruitt (48), einen engen Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie, zum Chef der mächtigen amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA. Das bestätigte das Team des designierten Präsidenten am Mittwoch der „New York Times“.

          Nach Einschätzung der Zeitung belegt die Entscheidung Trumps Absicht, die Errungenschaften seines Vorgängers Barack Obama in Sachen Klimaschutz abzubauen.

          Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma war Pruitt einer der Architekten des Kampfes gegen Obamas „Clean Power Plan“. Dieses Vorhaben für sauberere Kraftwerke bezeichnete Pruitt als „Krieg gegen die Kohle“.

          Im Jahr 2014 führte Pruitt nach Recherchen der „New York Times“ eine Allianz großer Energieversorger gegen klimapolitische Regulierungen Obamas an. Es ist Trump rechtlich nicht möglich, den „Clean Power Plan“ komplett einzureißen. Er kann ihn aber entscheidend aufweichen.

          Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde die EPA abschaffen, vor allem weil sie zu teuer sei.

          Die EPA (“Environmental Protection Agency“) mit Sitz in Washington D.C. beschäftigt rund 17 000 Menschen. Zuletzt wurde sie vor allem im Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal einem größeren Publikum bekannt. Die jetzige Chefin ist Gina McCarthy.

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