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Donald Trump : Die Abrissbirne

Zuletzt äußerte Trump sich abschätzig über die Nato – den Beitrag zum Bündnis will er, falls er Präsident würde, beschränken. Bild: Reuters

Donald Trump will Abtreibungen für Frauen unter Strafe stellen. Die Kritik ist laut. Damit könnte der Mann offenbaren, was er eigentlich ist: Opportunist. Ein Kommentar.

          Ob Donald Trump dummes Zeug erzählt, Leute beleidigt oder sensible Themen mit der Einfühlsamkeit einer Abrissbirne behandelt – seine Kernwähler werden ihm das nicht übel nehmen. Aber seine jüngsten Äußerungen über eine strafrechtliche Ahndung von Abtreibungen – sollten die jemals ein Straftatbestand sein – wie zuvor auch seine abschätzigen Bemerkungen über die Nato verraten aufs Neue, warum sich die Republikanische Partei so schwer tut mit diesem Mann: Trump schert sich nicht um die Linie und um traditionelle Programmatik, ob es sich um Sozial- oder um Außenpolitik handelt.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Er ist eben kein Konservativer, sondern ein Populist, der offenkundig mit dem Bauch denkt und bei dem keine Sicherung funktioniert, wenn er wieder dabei ist, eine (große) Wählergruppe gegen sich aufzubringen – und damit gegen die Partei, sollte er deren Präsidentschaftskandidat werden.

          Trump glaubt, wie jeder, der dem Führerprinzip huldigt, dass er schon alles richten werde. Wie er die Republikaner einigen will, bleibt ein Rätsel. Es ist übrigens relativ neu, dass er Abtreibung vehement ablehnt. Trump, ein Opportunist?

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