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Digitale Sicherheit : Die Grenzen des Staates

  • -Aktualisiert am

IT-Sicherheit: Keine primär hoheitliche Aufgabe Bild: dpa

Die Sicherheit unserer Computernetze ist ein immer wichtigeres Thema, daran herrscht kein Zweifel. Die Bundesregierung sollte dabei aber keine führende Rolle übernehmen.

          Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Forschung bündeln will, welche die einzelnen Ressorts zur Sicherheit in der Informationstechnologie erbringen. Der Schutz der Computernetze vor Kriminalität, Terrorismus und Spionage wird in dem Maße wichtiger, in dem sich unser Leben digitalisiert.

          Schon heute sind Szenarien möglich, die man bisher nur aus Science-Fiction-Romanen kannte. Ein Hersteller von Fernsehgeräten sah sich kürzlich veranlasst, seine Kunden darauf hinzuweisen, dass mit seinem Produkt ihre privaten Gespräche überwacht werden könnten. Die steigende Rechnerleistung wird noch ganz andere Risiken in die Wohnzimmer und Betriebe des Landes tragen.

          Trotzdem sollte der Staat auf diesem Feld nicht die führende Rolle übernehmen. Er ist in erster Linie für den Schutz seiner eigenen Netze und für die Gesetzgebung zuständig. So wie der Privatmann seine Wohnungstür und das Unternehmen sein Werkstor sichern muss, ist auch die digitale Sicherheit keine primär hoheitliche Aufgabe. Denn die Daten des Bürgers müssen auch vor dem Staat geschützt werden.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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