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Schwarzer Rauch in Rom : Kein neuer Papst nach erstem Wahlgang

  • Aktualisiert am

Der erste Wahlgang ist zu Ende, der Rauch ist schwarz Bild: dpa

Der erste Wahlgang des Konklaves bringt erwartungsgemäß noch keinen neuen Papst. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle steigt schwarzer Rauch auf. Am Mittwoch sind dann bis zu vier Wahlgänge vorgesehen.

          Der erste Wahlgang für einen neuen Papst ist erfolglos geblieben. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg am Dienstagabend schwarzer Rauch auf. Das ist das Zeichen, dass sich die 115 versammelten Kardinäle noch nicht auf einen Nachfolger des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. einigen konnten. An diesem Mittwoch geht das von der Öffentlichkeit abgeschottete Konklave weiter. Mit Spannung wird erwartet, ob zum ersten Mal in der Kirchengeschichte ein Nicht-Europäer zum Papst gewählt wird.

          Zuvor hatte im Vatikan die mit Spannung erwartete Wahl begonnen. In einer feierlichen Prozession zogen am Dienstag 115 Kardinäle aus allen Teilen der Welt in die Sixtinische Kapelle ein. Jeder Purpurträger leistete einzeln den Schwur zur Geheimhaltung. Am frühen Abend ertönte dann das „extra omnes“ - „Alle raus“ für die Begleiter - und das eigentliche Konklave begann hinter verschlossenen Türen. Unter den Papstwählern sind auch sechs deutsche Kardinäle.

          Die erste Abstimmung galt als Testwahl. Am Mittwoch sind dann bis zu vier Wahlgänge vorgesehen. „Die katholische Kirche wird bis Donnerstag einen neuen Papst haben“, kündigte der Erzbischof von New York, Timothy Dolan, an, der selbst als einer von mehreren Top-Kandidaten gehandelt wird. Am 19. März, dem Fest des heiligen Josef, könnte dann die Messe zur feierlichen Einführung des neuen Pontifex gefeiert werden, schrieb Dolan an die Priester seiner Erzdiözese.

          Auch die Buchmacher rechnen mit einer Entscheidung für einen neuen Papst am Mittwoch oder Donnerstag. Mit einer Eröffnungsmesse im Petersdom hatten sich die Würdenträger am Vormittag auf die Wahl des 266. Papstes eingestimmt. Kardinaldekan Angelo Sodano rief die Purpurträger und die Kirche zwölf Tage nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. zur Einheit auf. „Wir sind alle aufgefordert, mit dem Nachfolger Petri, dem sichtbaren Fundament jener Einheit der Kirche, zusammenzuarbeiten“, sagte er in seiner Predigt.

          Die Türen der Sixtinischen Kapelle sind geschlossen, nun beginnt die Wahl des Papstes Bilderstrecke

          Sodano dankte Gott „für das leuchtende Pontifikat, das er uns mit dem Leben und Wirken des 265. Nachfolgers Petri gewährt hat, mit dem geliebten und ehrwürdigen Papst Benedikt XVI.“. Dem deutschen Pontifex, der am 28. Februar zurückgetreten war, sprach er im Namen der Kardinäle „nochmals unseren ganzen Dank“ aus. Einige hundert Pilger verfolgten die Messe trotz Regens vor Großbildschirmen auf dem Petersplatz.

          Die Kardinäle sind während des Konklaves komplett von der Außenwelt abgeschottet. In der Sixtinischen Kapelle sind Handys verboten, zur Sicherheit wurden im nachgerüsteten Boden Störsender eingebaut. Auch im Gästehaus Santa Marta, wo die Kardinäle übernachten, gibt es weder Fernsehen noch Radio noch Internet, kein Telefon und keine Zeitung. Auch in den Twitter-Accounts der Purpurträger herrscht seit dem Morgen Ruhe.

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          Vatikan-Kenner grenzten indessen den Kreis der Favoriten auf vier Kardinäle ein. Angeführt wird dieses Quartett weiterhin von dem Mailänder Erzbischof Angelo Scola und dem brasilianischen Erzbischof Odilo Pedro Scherer aus Sao Paulo. Chancen als „Outsider“ werden demnach dem New Yorker Erzbischof Timothy Dolan und dem Kanadier Marc Ouellet zugeschrieben. Je länger das Konklave dauert, desto größere Chancen könnte ein Außenseiter haben. Der neue Papst muss mit Zweidrittel-Mehrheit - also mindestens 77 Stimmen - gewählt werden.

          Eine überwältigende Mehrheit der Afrikaner glaubt einer Umfrage des amerikanischen Senders CNN zufolge, dass die Zeit für einen afrikanischen Papst gekommen sei. Afrika sei reif für einen schwarzen Papst, meinten 82 Prozent der 20.000 telefonisch Befragten laut CNN. Allerdings denken nur 61 Prozent, dass auch die Welt dafür bereit sei. Kardinal Peter Turkson aus Ghana gilt zumindest in den englischen Wettbüros als einer der Favoriten für den Stuhl Petri.

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