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Konklave : Kardinalfreunde

Täglich versammeln sich die Kardinale, um die Wahl des Papstes vorzubereiten. Dabei soll auch der Zustand der Kirche erörtert werden - aber ausgerechnet die beiden mächtigsten Kardinäle dürften daran wenig Interesse haben.

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          Täglich werden sich die Kardinäle der römisch-katholischen Kirche von diesem Montag an versammeln, um die Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt vorzubereiten. So ist es nicht nur guter Brauch, sondern in dem Regelwerk für die Zeit der Sedisvakanz festgelegt.

          Kaum Festlegungen oder Vorkehrungen gibt es jedoch für Ablauf und Inhalt der sogenannten Generalkongregationen, außer: Zwei Kleriker sollen den Kardinälen unter anderem den gegenwärtigen Zustand der Kirche vor Augen führen. Doch liegt es ganz und gar in der Hand der Kardinäle, ob und wie sie sich mit diesen „conditiones“ beschäftigen.

          Die beiden mächtigsten Männer jedenfalls, Kardinaldekan Sodano und Kardinalkämmerer Bertone, dürften wenig Interesse an ausführlichen Debatten haben. Ihre Soutanen sind die saubersten nicht, was im Kardinalskollegium schon vorab für erhebliche Unruhe sorgt. Doch da die beiden Männer einander etwa so gewogen sind wie Parteifreunde, könnte es mit einem Burgfrieden unter italienischen Kurialen und Kardinälen schon bald wieder vorbei sein.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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