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Guttenberg bestreitet Täuschung : „Habe die Übersicht verloren“

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Beim Politischen Aschermittwoch der CSU Anfang März trugen Anhänger Guttenbergs sein Bild mit sich Bild: dapd

Guttenberg bleibt bei seiner Darstellung, er habe nicht absichtlich getäuscht: Weil er über viele Jahre und in kurzen Abschnitten an seiner Doktorarbeit gearbeitet habe, habe er die Übersicht über die Quellen verloren, schreibt er in einer Stellungnahme.

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          Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bleibt in der Plagiatsaffäre bei seiner Darstellung, nicht absichtlich kopiert zu haben. Da er viele Jahre an der Arbeit gesessen und dabei in kurzen Abschnitten gearbeitet habe, habe er die Übersicht über die unterschiedlichen Quellen auf verschiedenen Datenträgern verloren.

          Diese Stellungnahme hat Guttenberg an die Kommission der Universität Bayreuth abgegeben, die den Täuschungsvorsatz in seiner Dissertation prüft. Die Kommission kann diese Darstellung offenbar nicht ganz nachvollziehen, weil sie nicht plausibel macht, weshalb die von Guttenberg selbst in Auftrag gegebenen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags nahezu wörtlich und ohne Quellenangabe auf vierzig bis fünfzig Seiten der Arbeit referiert werden. Da diese Quellen gegen Ende eingeflossen sein müssten, erscheint die Erklärung der Nachlässigkeit zumindest Plagiatsspezialisten als nicht sonderlich glaubwürdig.

          Das „mögliche Ergebnis“ des noch nicht ganz abgeschlossenen Prüfungsberichts der Kommission wurde Guttenberg inzwischen mitgeteilt; bis zum 26. April hat er dann Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Mit der Veröffentlichung des Berichts, gegen die seine Anwälte zunächst Bedenken angemeldet hatten, ist nicht vor Mitte Mai zu rechnen.

          Als letztes öffentliches Amt hat Guttenberg am Freitag sein Mandat im Kulmbacher Kreistag niedergelegt. Seinem Antrag, ihn aus beruflichen Gründen von diesem Amt zu entbinden, sei einstimmig stattgegeben worden, berichtete ein Sprecher des Landratsamtes. Guttenberg habe erklärt, dass er wegen seiner beruflichen Umorientierung häufig im Ausland unterwegs sei.

          Guttenberg war am 1. März, zwei Wochen nach Bekanntwerden der massiven Plagiatsvorwürfe in seiner Doktorarbeit, als Bundesverteidigungsminister zurückgetreten. Parallel dazu legte er sein Bundestagsmandat und wenig später auch den Vorsitz des CSU-Bezirksverbands Oberfranken nieder. Nach Angaben seines Kulmbacher Büros will er auch aus dem CSU-Landesvorstand ausscheiden. Seine berufliche Zukunft sei aber noch offen. „Er hat mehrere Angebote, sich aber noch nicht entschieden“, hieß es. Dem Kulmbacher Kreistag gehörte der 39 Jahre alte Politiker seit dem Jahr 2002 an. Im selben Jahr wurde er auch erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt.

          Zuletzt hatte sich der ehemalige Verteidigungsminister in einem Brief an den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages „aufrichtig“ entschuldigt, dass er Teile eines Textes – der auf mehr als 50 Seiten seiner Promotion auftaucht – „wörtlich übernommen“ habe, „ohne in allen Fällen Ihre Autorenschaft in wissenschaftlich redlicher Weise zu kennzeichnen“.

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