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Zusammenhalt in Corona-Zeiten : Ein Digitalpakt für Kitas ist überfällig

  • -Aktualisiert am

Kinder im Juni in einem Schulhof in Heilbronn Bild: Patrick Juncker

Kindertageseinrichtungen sind viel mehr als Betreuungseinrichtungen. Trotzdem werden sie auch in Corona-Zeiten stiefmütterlich behandelt. So darf es nicht bleiben. Ein Gastbeitrag.

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          Wie die Corona-Pandemie und ihre Begleiterscheinungen gesellschaftliche Phänomene sichtbarer machen, wird gerne mit dem Bild eines Brennglases beschrieben. Die Pandemie ist demnach auch eine „Sehhilfe“. Sie macht deutlich, dass die Bedeutung der frühen Bildung in Deutschland nicht hinreichend erkannt ist. Das gilt insbesondere für die Bedeutung der frühen Bildung, die in Kindertageseinrichtungen und der öffentlich finanzierten Kindertagespflege stattfindet. Diese ist ein zentrales Feld der Familienpolitik im engeren Sinne, aber auch der Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik. Trotzdem wird sie noch immer etwas stiefmütterlich behandelt und häufig nur sehr einseitig betrachtet, nicht nur in punkto Digitalisierung. Aber nun der Reihe nach.

          Die flächendeckenden Schließungen von Kindertageseinrichtungen während des ersten Lockdowns dieses Jahres haben deutlich gemacht, wie wichtig die Betreuung ist, die in diesen Einrichtungen geleistet wird. Der Wegfall dieser Funktion wurde auch im weiteren Verlauf der Pandemie immer wieder beklagt, etwa bei Schließungen von einzelnen Einrichtungen oder von Kita-Gruppen sowie von vielfachen Quarantäneanordnungen für Familien mit Kita-Kindern. Auch der jetzige Lockdown wird dies deutlich machen: Die Schließung von Kindertageseinrichtungen stellt Familien vor große Betreuungsprobleme.

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