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Geburtsstunde der Grünen : Die Sonnenblume ist das Richtige

  • -Aktualisiert am

13. Januar 1980: Die „Grünen“ treffen sich zu ihrem Gründungsparteitag in Karlsruhe Bild: dpa

Die Gründungsversammlung 1980 der Grünen in Karlsruhe verlief chaotisch, das mediale Echo war verheerend. Drei Jahre später zogen die Grünen in den Deutschen Bundestag ein. Wie kam es dazu? Unser Autor hat damals für die F.A.Z. darüber berichtet.

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          Als sich alte und junge Öko- und Friedensaktivisten, dezidiert Linke und dezidiert Konservative an die Gründung einer neuen Partei machten, schien für sie kein Platz zu sein. Seit den 1960er Jahren hatte sich das aus vier Parteien bestehende „Drei-Parteien-System“ stabilisiert: CDU, CSU, SPD und FDP regierten die Bundesrepublik Deutschland. Seit Jahrzehnten war keine neue Partei mehr in den Bundestag eingezogen. Die rechtsextremistische NPD war 1969 – nach drei Jahren Großer Koalition – knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und danach aus einer Fülle von Landtagen wieder verschwunden. Bei der Bundestagswahl 1976 entfielen auf „sonstige“ Parteien 0,9 Prozent der Zweitstimmen. Die Mitgliederzahlen von CDU, CSU und SPD stiegen rapide.

          Es wurde gestritten – über die Ostpolitik, über die Gesellschafts- und die Bildungspolitik. Innerhalb der Parteien gab es offene Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Strömungen: Reformer gegen Konservative in der Union, Links-rechts-Debatten in der SPD, Wirtschaftsliberale gegen Linksliberale in der FDP. Das Profil der Parteien umfasste ein breites Spektrum – und war dennoch klar erkenntlich. Schlechte Aussichten, kein Platz für neue Konkurrenz?

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