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Zusammenhalt in Corona-Zeiten : Familien nicht mit der Gießkanne fördern

Nicht nur in Dresden: Familienalltag während des ersten Lockdowns im März 2020 Bild: Julia Zimmermann

Die Familie hat als Bildungsort auch in der Pandemie sehr gut funktioniert. Eine flächendeckende Förderung von Familien erscheint aber nicht angebracht. Das knappe Geld muss zielgerichtet eingesetzt werden. Ein Gastbeitrag.

  • -Aktualisiert am
          8 Min.

          Was ist jetzt mit dem Übungsblatt? Bist Du mit deiner Englisch-Grammatik-Aufgabe klar gekommen? Hast du die Aufgaben überhaupt gemacht?“ Die Antwort aus dem Off wirkt genervt, irgendwas mit „Drucker kaputt“ und „Die anderen kapieren das auch nicht…“. Vielsagender Blick von der Mutter zum Vater, der gerade aus der Videokonferenz auftaucht und rasch einen Kaffee holen will, bevor die nächste Besprechung startet.

          „Frag doch deine große Schwester, die hatte den Stoff im vorletzten Jahr.“ Die große Schwester kümmert sich aber gerade um den noch kleineren Bruder, damit dieser nicht das dritte Video heute anschaut. Unverständliches Gegrummel aus dem Off, irgendwas mit „Folter“ und „schaut sowieso keiner an“. Die Braue der Mutter zieht in die Höhe: „Aha, Englisch ist egal, oder? Weil Du Youtube-Star werden willst?“ Der Vater erbarmt sich, nimmt den Kaffee und geht zu seinem Pubertier, während Trotzkopf doch sein drittes Video schaut.

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