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Die DDR und ihr Flughafen : Shuttle nach Schönefeld

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Im Osten etwas Neues: Berlin-Schönefeld, Zentralflughafen der Deutschen Demokratischen Republik, um 1960 Bild: akg-images / Sammlung Berliner V

Nach der Wiedervereinigung der deutschen Hauptstadt Berlin werde man mit dem Helikopter von Tempelhof nach Schönefeld fliegen und von dort in die Welt – dachte man sich 1956 in der DDR. Nun ist es etwas, aber nicht ganz anders gekommen. Ein Essay.

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          „Für die Zukunft“, hieß es in einem Gutachten der Deutschen Bauakademie der DDR aus dem Jahr 1956, „kann eine Hubschrauberverbindung aus dem Stadtzentrum zum Flughafen Schönefeld eingerichtet werden. Außerdem ist eine Hubschrauberverbindung Tempelhof – Schönefeld möglich. Für diese Zwecke ist das Gelände unmittelbar südlich Schönefeld vorgesehen, wobei das bestehende Empfangsgebäude als Hubschrauber-Abfertigungsgebäude eingerichtet werden kann.“

          Der Flughafen Schönefeld war durch eine Umnutzung des ehemaligen Betriebsflughafens der Henschel Flugzeug-Werke entstanden, die dort bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gut 14.000 Flugzeuge gebaut hatten. Die Produktionsanlagen waren bald nach dem Beginn der sowjetischen Besatzung demontiert und abtransportiert worden. Zurück blieben drei Start- und Landebahnen, die von 1946 an genutzt wurden. Die Luftstreitkräfte der Sowjetunion nutzten den nördlichen Teil, 1955 kam die neugegründete „Deutsche Lufthansa der DDR“ im südlichen Teil nahe der Ortschaft Diepensee hinzu.

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