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Die Folgen der Krim-Krise : Feuerwehr auf Reisen

Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier besuchen alarmierte Verbündete im Osten. Die fürchten nicht nur, dass Putin seine Hand als nächstes nach ihnen ausstrecken könnte. Sie sorgen sich auch wegen der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas.

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          Die Krim-Krise verlangt vom Westen eine Entscheidung, die jeder Kommandant einer Freiwilligen Feuerwehr treffen muss, wenn er mit nur wenigen Männern vor einem Großbrand steht: Soll er versuchen, das schon brennende Haus zu retten? Oder soll er das Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindern?

          Die Nato entschied sich für Letzteres. Sie verlegt Frühwarn- und Kampfflugzeuge nach Polen, Rumänien und ins Baltikum, um Moskau zu signalisieren: Das hier wäre ein anderes Spiel. Als ehemalige Sowjetrepubliken mit russischen Minderheiten fühlen sich besonders die baltischen Länder von der russischen Reconquista bedroht. Daher tat gerade Steinmeier, der noch vor vier Wochen in Moskau von einer „Positivagenda“ sprach, gut daran, ihnen zu versichern, dass sie nicht allein wären, wenn Putin die Krim-Nummer bei ihnen probierte.

          Auch Merkel wird an diesem Mittwoch in Warschau Bündnistreue geloben. Polen macht nicht nur die Aggressivität Putins Sorgen. Es fürchtet auch, dass Deutschland wegen seiner Abhängigkeit von russischem Gas dem Kreml nicht entschieden genug entgegen tritt.

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