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Die AfD und ihr Schießbefehl : Kalt berechnend

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Das Gerede der AfD-Führungsfrauen vom Schießbefehl auf Flüchtlinge spiegelt einen unglaublichen Hass wider. Und es dokumentiert ein kaltes Kalkül.

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          Das Reden vom Schießbefehl auf Flüchtlinge an deutschen Grenzen, den Führungsfrauen der AfD auch gegen Frauen und Kinder eingesetzt sehen wollen, spiegelt den unglaublichen Hass wider, der in (noch?) randständigen Teilen der deutschen Gesellschaft um sich greift. Er dokumentiert das Kalkül der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und ihrer Vertreterin Beatrix von Storch, mit gezielten Provokationen so ziemlich den Rest der Republik zu Empörungsritualen zu veranlassen – und sich dann das Märtyrerkostüm der verfolgten Minderheit anzuziehen.

          Petry und Storch sind nicht irre und nicht geisteskrank. Ihr Schießbefehl ist mit dem der DDR auch nicht zu vergleichen. Der von der AfD richtet sich gegen das Fremde, und sei es noch so hilfsbedürftig. Um das herauszufinden, muss die wehrhafte Demokratie nicht den Verfassungsschutz auf die AfD-Frauen und ihre Hintermänner ansetzen.

          Sie sind kalt, berechnend und auf Wählerstimmen aus. Sie machen kein Geheimnis daraus, dass sie ein anderes Land und ein anderes Europa wollen: Abgeschlossen soll es sein und hässlich. Und voller Gewalt?

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