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Auf Holzbooten im Mittelmeer : Deutsche Marine rettet mehr als 500 Flüchtlinge

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Deutsche Soldaten der inzwischen auf dem Heimweg befindlichen Fregatte „Hessen“ retten am 6. Juni Flüchtlinge im Mittelmeer. Bild: AP

Binnen weniger Stunden hat die Besatzung der deutschen Fregatte „Schleswig-Holstein“ vor Libyen hunderte Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Darunter auch 61 Kinder. Die Zahl der von der Bundeswehr Geretteten wächst damit auf knapp 4.000.

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          Ein Schiff der Deutschen Marine hat im Mittelmeer binnen weniger Stunden mehr als 500 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr  in Potsdam am Dienstag mitteilte, habe die Besatzung der Fregatte „Schleswig-Holstein“ im Laufe des Montags 544 Menschen gerettet. Unter ihnen befanden sich auch 61 Kinder.

          Die Flüchtlinge seien mit Holzbooten rund 85 Kilometer nordwestlich von der libyschen Hafenstadt Tripolis unterwegs gewesen. Anschließend seien die Boote an die italienische Marine übergeben worden, die sie als Schifffahrtshindernis eingestuft und dann versenkt habe. Die „Schleswig-Holstein“, nahm Kurs auf den süditalienischen Hafen Reggio Calabria. Dort sollen die Flüchtlinge am Dienstagabend den Behörden übergeben werden.  

          Die Deutsche Marine beteiligt sich mit mehreren Schiffen an der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer. Laut Angaben der Bundeswehr wurden dabei in den zurückliegenden Wochen knapp 4.000 Menschen aus Seenot gerettet. Seit Jahresbeginn erreichten rund 40.000 Flüchtlinge aus Nordafrika über das Mittelmeer die Europäische Union, die meisten von ihnen Italien oder Griechenland. Mindestens 1800 Menschen kamen laut Angaben der Internationalen Organisation für Migration auf der gefährlichen Überfahrt ums Leben. Die Zahl der Opfer dürfte inzwischen noch größer sein, da die Zahlen der Organisation einen Monat alt sind.

          Die Europäische Union will künftig mit einer eigenen Militärmission das Schleusen von Flüchtlingen über das Mittelmeer unterbinden. Die EU-Länder hatten im Mai den Plan gebilligt, mit einem Marineeinsatz gegen Schlepperbanden vorzugehen. In einer ersten Stufe sollen Schiffe und Überwachungsflugzeuge Informationen über die Schleusernetze sammeln. Für ein militärisches Vorgehen gegen Schlepperboote, das bis zu ihrer Zerstörung reichen könnte, will die EU von den Vereinten Nationen mandatiert werden.

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