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BDI-Präsident : Industrie besorgt wegen möglicher amerikanischer Strafzölle

  • Aktualisiert am

BDI-Präsident Dieter Kempf Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten drohen mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. Die deutsche Industrie hängt aber an den Exporten. Jetzt äußerte sich BDI-Präsident Dieter Kempf dazu.

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          Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Dieter Kempf befürchtet angesichts angedrohter amerikanischer Zölle auf Stahlimporte negative Folgen für die Exportnation Deutschland. „Es ist falsch, im Alleingang Einfuhren massiv einzuschränken. Dies könnte Gegenmaßnahmen anderer Staaten zur Folge haben“, sagte Kempf in Berlin.

          Das Vorgehen der Verinigten Staaten könnte andere Länder dazu bewegen, ebenfalls protektionistische Maßnahmen mit der Begründung nationaler Sicherheitsbedenken zu ergreifen. „Das würde die Handelsnation Deutschland rasch treffen“, betonte Kempf. Etwa jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande hänge am Export, in der Industrie sogar mehr als jeder zweite.

          Der BDI-Präsident forderte die US-Regierung auf, bereits bestehende multilaterale Initiativen nutzen. Kempf verwies auf das internationale Stahlforum zu den weltweiten Überkapazitäten, das die G20-Staaten 2016 geschaffen haben.

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